Ulli Zelle ist begeistert von der Bischofstour durch die schöne Landschaft Quelle: rbb, Ben Linse
Ben Linse
Ulli Zelle ist begeistert von der Bischofstour durch die schöne Landschaft | Bild: Ben Linse

Brandenburg - Prignitz - Ulli Zelle mit dem Fahrrad auf Bischofs-Tour

Auf den Spuren der Bischöfe +++ Zauberhafte Auenlandschaft +++ Restauriertes Schloss-Restaurant

Die Reise auf zwei Rädern führt zwischen Elbe und Havel an verträumen Dörfern und kleinen Kirchen vorbei. Man radelt durch eine reizvolle Landschaft und folgt den Spuren der Havelberger Bischöfe und somit der Christianisierung der Slawen im 10. Jahrhundert. Eigentlich ist die Tour 108 Kilometer lang! Das HEIMATJOURNAL hat sich eine Etappe von 32 Kilometern herausgepickt – von Havelberg bis nach Bad Wilsnack.

Startpunkt der Bischofstour ist der Dom in Havelberg. Hoch thront er über der Stadt. Havelberg liegt auf einer Insel mitten in der Havel und gilt als die "Wiege der Prignitz". Der Dom wurde bereits zwischen 1150 und 1170 erbaut. Das HEIMATJOURNAL hat einen Reiseführer. Günter Lutz kennt sich mit der Route bestens aus. Havelberg gehört übrigens zu Sachsen-Anhalt, obwohl es geographisch eigentlich in der Prignitz liegt. Der alte Bischofssitz wurde 1952 erstmals dem Kreis Stendal zugeschlagen. Die Havelberger sind bis heute gespalten, wenn es darum geht, für welches Land ihr Herz schlägt.

In der bezaubernden Auenlandschaft zwischen Elbe und Havel findet man Ruhe in der Natur. Hier fließen Havel und Elbe ganz dicht nebeneinander, bis die Havel schließlich in die Elbe mündet. Ein Zweistromland sozusagen.  Unterwegs gibt es einen Schleusenkanal – ein technisches Baudenkmal aus dem Jahre 1936, das zugleich als Hochwasserschutz dient. Dort wo Elbe und Havel zusammenfließen  - da ist auch die Landesgrenze zu Brandenburg. Das erste Dorf ist Quitzöbel, gegründet von den Raubrittern der Prignitz, derer von Quitzow. Dort ist auch die beste freiwillige Feuerwehr des Amtsbereiches zu Hause!

Stationen der Bischofs-Tour

Die Bischöfe residierten in Burgen, förderten aber auch den Bau kleiner Kirchen. Eine besonders kleine und hübsche Kirche findet man in Roddan. Vor sechs Jahren wurde die Turmspitze restauriert. Bürgerengagement hat das möglich gemacht. Wer dort rein möchte, holt sich den Schlüssel von gegenüber. Die erste Etappe der Bischofstour endet in Bad Wilsnack – heute eine Kur- und Thermalstadt mit einer ganz besonderen Kirche. Die Wunderblutkirche war früher eine der wichtigsten Pilgerstätten Europas und verhalf so dem kleinen Bad Wilsnack im 14. Jahrhundert zu bedeutendem Aufschwung. Hunderttausende kamen jährlich. Wer die erste Etappe mit kulinarischem Genuss krönen möchte, sollte ins Schlosshotel in Grube gehen – ein gemütlicher Ort in einem schönen Dörfchen. Nach seiner Restaurierung ist das Schloss ein Kleinod der Prignitz.

Serviceinformationen

Der Startpunkt für die Bischhofs-Tour