Berlin - Gesundbrunnen - Andreas Jacob besucht den Soldiner Kiez

Die Soldiner Straße gibt dem Kiez im Ortsteil Gesundbrunnen seinen Namen. Ein Kiez, der bunt und quirlig ist und lange Zeit als sozialer Brennpunkt galt. Es hat sich einiges verändert. Andreas Jacob erkundet den Stadtteil, der für ihn einen rauen Charme hat.

Vor der Stephanuskirche steht ein kleiner Imbisswagen - "Speisekammer" nennt er sich - ein Bauwagen, wo man Kaffee, Eis, Crepes, Waffeln und Bio-Brot bekommt. Kiez-Kenner Mario bedient hier und sagt, der Kiez sei so etwas wie ein kleines Dorf mit Familiencharakter.

In der Stephanuskirche gibt es ein Müll-Museum. Viele Schüler der umliegenden Schulen kommen dort hin. Es ist eine Kunstausstellung, die mehr will. Den beiden Museumsgründerinnen geht es um Nachhaltigkeit und Müllvermeidung, aber auch darum, sich philosophisch mit Müll und Dreck zu beschäftigen. Das besprechen sie mit den Kindern in einer offenen Atmosphäre anhand der Objekte.

Auch Remzi Kaplan fühlt sich seit seiner Kindheit in dem Kiez wohl. Hier hat er seinen ersten Dönerladen eröffnet und dann nach und nach sein Unternehmen aufgebaut. Er gilt als Döner-König. Denn er ist der größte Dönerproduzent Europas. Seine Tochter arbeitet an seiner Seite.

Einmal im Sommer gibt es ein großes Fußballturnier. Nachbarn, eine Mannschaft vieler Nationalitäten, bolzen mit der ansässigen Polizei um Tore. In der Alten Feuerwache haben Designer, Musiker und viele andere Kreative ihr Atelier oder ihre Werkstatt gefunden. Andreas Jacob schaut im Tonstudio von Christian Richardson vorbei.

Eindrücke von den Dreharbeiten

Der nächste Ort offenbart sein Wesen erst auf den zweiten Blick. Im Hinterhof nämlich gibt es einen verwunschenen Garten mit einem Ballsaalsaal. Eine Münchnerin hat sich vor 30 Jahren in diesen Ort verliebt und hat ihn aufwendig saniert. Es gibt große Feiern, Filmdrehs, Foto-Shootings, Lesungen oder Konzerte in dem 130 Jahren alten Saal. Gut Speisen kann man im "Kakadu ". Vor 3 Jahren wurde es eröffnet.

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