Quelle: Britt Schaefer
Britt Schaefer
Bild: Britt Schaefer

Berlin - Charlottenburg - Andreas Jacob entdeckt den Mierendorffplatz

Der Mierendorffplatz liegt mitten auf einer Insel, umgeben von Spree, Westhafenkanal und Charlottenburger Verbindungskanal. Früher hieß die Insel "Kalowswerder". Mittwochs und samstags ist Markttag auf dem Platz. Benannt wurde er 1950 nach dem SPD-Reichstagsabgeordneten und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime Carl Mierendorff.

2014 haben die Bewohner ihren Kiez "Mierendorff-INSEL" benannt. Zehn Brücken verbinden die Insel mit der Stadt. Ein Rundweg führt über 5,3 Kilometer immer am Wasser entlang. Ein bunter Mix aus Industrie, kleinem Handwerk, Gründerzeitbauten, Wohnblöcken, Kleingärten und Bildungseinrichtungen macht den Kiez aus.

Mit dem Projekt "INSEL 2030" soll die Gegend nachhaltig aufgewertet werden, das allerdings soll behutsam geschehen. Noch ist es recht "normal" auf der Insel, viele Alteingesessene wohnen dort. Allerdings gibt es bereits erste Verdrängungstendenzen. Der Verein "DorfwerkStadt" und eine Nachbarschaftsinitiative engagieren sich für die INSEL mit ihren alteingesessenen Familienunternehmen, wie die Fahrgastschifffahrt Bruno Winkler, die Motorrad-Sattlerei oder die Zoohandlung.

Sammler kennen die Adresse des Modelleisenbahngeschäftes direkt am Platz.
Über 1000 Modelle gibt es dort und die Fans kommen aus der ganzen Welt.  Einer der größten Stoffläden Berlins befindet sich auf dem Mierendorffplatz. Er ist die erste Adresse für Modeinteressierte, junge Designer oder auch für die Kostümbildnerinnen an der Deutschen Oper. Das Familienunternehmen "Hüco-Stoffe“ feiert in diesem Jahr sein 100jähriges Bestehen.

Eindrücke von den Dreharbeiten

Oben ist viel los, aber auch unter dem Platz brodelt es. Denn dort verläuft ein riesiger Fernwärmetunnel. Andreas Jacob darf in die Unterwelten absteigen und sie erkunden.

In einem alten Ziegelbau befindet sich die Universität der Künste mit den Fakultäten Gestaltung, Musik und Darstellende Kunst. Die Mierendorff-INSEL ist das neue Zuhause der renommierten Kunstgießerei Noack. Ein Familienunternehmen  direkt am Wasser - mit großer Werkstatt, Museum und dem Café Brass. Berühmte Künstler wie Georg Baselitz, Tony Cragg, Claudia Comte oder Anselm Kiefer lassen bei Noack ihre Skulpturen fertigen. Auch der Berlinale-Preis „Silberner Bär“ wird dort gegossen.

Serviceinformationen

  • DorfwerkStadt e.V

  • Café

  • Modelleisenbahn

  • Bildgießerei

  • Bar

  • Stoffladen

  • Motorrad - Sattlerei

  • Schiffsausflug

  • Installateur Meisterbetrieb

  • Kraftwerk Charlottenburg