Andreas Jacob besucht die Kammerspiele (Quelle: Thomas Koppehele)
Thomas Koppehele
Bild: Thomas Koppehele

Andreas Jacob besucht die "Kammerspiele" Kleinmachnow - Der rbb macht Mut

Kleinmachnow – direkt an der Grenze zu Berlin - ist ein typischer Speckgürtelort. Die Einheimischen sagen, hier habe man Großstadtflair in Kleinstadtatmosphäre mit immerhin inzwischen 20 000 Einwohnern. Das Traditionskino „Kammerspiele“ haben 200 Kleinmachnower wiederbelebt und in eine Art Patenschaft genommen.

Das ureigenste Geschäft, die Filmvorführung, ist derzeit zwar nicht möglich. Das hält die "Kulturgenossen", so nennen sich die Paten, aber nicht davon ab, etwas anzubieten für ihre Kundschaft: „Corona-Bier“ für zehn Euro spült Geld in die Kasse, ebenso wie der Verkauf von eigens gefertigten Masken. Im Quarantäne-Mini-Kino ist für zwei Leute Platz und von der Bühne werden Opern-Konzerte mithilfe von YouTube ins Wohnzimmer übertragen – für eine Spende. Kein Wunder, dass bei so viel Leidenschaft das Haus als „Bestes Kino Brandenburgs“ ausgezeichnet wurde. Dafür bekamen die Kammerspiele - zur Freude aller – eine Prämie von 30-tausend Euro. Sobald es möglich ist, soll das ganz groß mit den Kleinmachnowern gefeiert werden.

Einfach was machen, was anderen ein Lächeln aufs Gesicht zaubert - das passiert täglich von der Prignitz bis in die Lausitz. In Zechlinerhütte bei Rheinsberg gibt es den singenden Postboten Bruno Marcelo Paffenholz, der ein Corona-Mut-Mach-Lied geschrieben und auf YouTube veröffentlicht hat: „Wir lassen uns nicht unterkriegen, auch Corona werden wir besiegen, wir müssen nur zusammenstehen und danach wird es weitergehen“. Und in Schwarzheide gibt es einen ganz ungewöhnlichen Einkaufs-Helfer. Karnevalist Willy Ewald macht seine Einkaufsrunde für Hilfsbedürftige täglich in einem anderen Kostüm. Das ist natürlich ein Riesenspaß. Wer ihn als erster am Tag beim Einkauf fotografiert und das Foto in den sozialen Medien hochlädt, bekommt einen Präsentkorb.

IMPRESSIONEN VOM DREHTAG

Ideen braucht das Land und Durchhaltevermögen in der Krise. Noch immer geschlossen und trotzdem weitergemacht! Ein Fitnessstudio in Eberswalde trotzt der Corona-Krise. Der Besitzer führt seine Mitglieder durch Online-Kurse. Außerdem nutzt er die Zeit und renoviert das Studio. Während zu Hause das Leben mit zwei kleinen Kindern auch gemeistert werden muss. Eben anders als normalerweise.

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