Das Buchstabenmuseum in Berlin-Tiergarten Quelle: Ben Linse
Ben Linse
Das Buchstabenmuseum in Berlin-Tiergarten | Bild: Ben Linse

Berlin - Tiergarten - Das Hansaviertel

Die Internationalen Bauausstellung in Berlin im Jahr 1957 war der Startschuss für die Neugestaltung des Viertels. Ulrike Finck besucht das Museum für Buchstaben, das GRIPS – Theater und junge Künstler*innen in der Akademie der Künste. Sie entdeckt die moderne Architektur der Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche und wie die Menschen im Hansaviertel wohnen.

Leben im Hansaviertel

Der Stadtteil wurde im Zweiten Weltkrieg fast komplett zerstört. Anlässlich der Bauausstellung entstand er neu. Viele internationale Architekten beteiligten sich an den Entwürfen für das Stadtviertel der Zukunft.

Was von außen eher schlicht und einfach auf den Betrachter wirkt entpuppt sich als genial durchdachte Architekturen mit viel Licht und Raum. Vor der St. Laurentius - Pfarrkirche St. Ansgar gibt es einen kleinen Bio-Wochenmarkt. Er ist Treffpunkt für die Bewohner des Hansaviertels. Auch die Hansabücherei ist so ein Ort. Der Bürgerverein kümmert sich um das architektonische Erbe, aber auch um das Miteinander der Menschen.

Moderne Kirchen – Architektur

Von der S-Bahn aus ragt der Turm der Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche in den Himmel. Das Gotteshaus wurde auf den Grundmauern der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche errichtet. Die Architektur ist geprägt von Beton, Aluminium und Glas. Künstler haben den Innenraum der Kirche gestaltet, der durch die vielen Farben und Fenster mit zahlreichen Lichtspielen verzaubert.

Museum der Buchstaben

Barbara Dechant hat über viele Jahre ihre Sammlung von Leuchtreklamen und Schriftzügen zusammengetragenen. Über 2000 große Buchstaben aus unterschiedlichen Zeiten und Zusammenhängen sind dabei. In einem der S-Bahnbögen des Hansaviertels ist das Buchstabenmuseum zu Hause. Gerade gibt es die Sonderausstellung "Die Schriften des Hansaviertels".

Impressionen von den Dreharbeiten

Das GRIPS - Theater

Der Theaterleiter Philipp Harpain führt Moderatorin Ulrike Finck kurz vor Beginn der Aufführung durch das Kinder- und Jugendtheater. Es ist seit Jahrzehnten im Hansaviertel eine Institution. Das Theater reist mit seinen Stücken auch rund um die Welt. Internationale Theatergruppen gastieren in den Räumen. Das bekannte Stück "Linie 1" ist in 48 Sprachen übersetzt worden und wird im Grips-Theater zum 1934. Mal gespielt.

Die Junge Akademie

Die Akademie der Künste residiert neben ihrem Standort am Pariser Platz auch im Hansaviertel. Dort gibt es gerade eine Werkpräsentation junger Künstler*innen zu sehen. Es sind Arbeiten, die im Rahmen des "Artist-in-Residence-Programms" entstanden sind.