Ulrike Finck in Rathenow Quelle: Thomas Koppehele
Thomas Koppehele
Ulrike Finck in Rathenow | Bild: Thomas Koppehele

Brandenburg - Rathenow - Ulrike Finck besucht Rathenow

Ganz im Westen des Landes, kurz vor der Grenze zu Sachsen-Anhalt, liegt die "Stadt der Optik". Den Titel trägt Rathenow, weil die Stadt als Wiege der industriellen Optik gilt und bis heute solche Unternehmen dort ansässig sind. Geprägt wird der Ort auch durch viel Engagement der Bürger.

Gleich am Kirchplatz steht das Geburtshaus von Johann Heinrich August Duncker - dem Begründer der optischen Industrie. Dort hat er 1800 seine erste Werkstatt eingerichtet. Aus seiner Firma gingen die Rathenower Optischen Werke (ROW) hervor. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts gab es bis zu 300 optische Unternehmen in der Stadt. Nach 1949 war Rathenow dann der einzige Fabrikationsort für Brillengläser in der DDR.

Die Rathenower Apotheke ist 400 Jahre alt. An deren Geschichte erinnert ein angeschlossenes kleines Museum. Apotheker Hans-Hermann Schultze hat viel altes Wissen parat. Gemeinsam mit anderen Rathenowern engagiert er sich auch für ein Heimatmuseum. Hunderte Objekte wurden bereits gespendet.

Die "Stinknormalen Superhelden" sehen gar nicht stinknormal aus. Seit zehn Jahren engagiert sich die Gruppe für Umwelt- und Tierschutz und das gemeinsame Miteinander. Dafür schlüpfen sie in schrille Superheldenkostüme. Kürzlich haben sie den deutschen Nachbarschaftspreis erhalten. Bäcker Möhring möchte auch etwas für die Umwelt tun und verzichtet mehr und mehr auf Plastikverpackungen. Speziell für die jungen Rathenower entsteht gerade ein sogenannter Rideplatz, ein Ort mit Rampen und Parcours für Skater, BMW-Fahrer oder Inliner. Viele Einwohner und auch die Jugendlichen selbst engagieren sich dafür.

Impressionen von den Dreharbeiten

Genau wie für das Sozialkaufhaus. Die Rathenower spenden Sachen, die Menschen für wenig Geld dort erwerben können. Prägend für Rathenow ist die Havel, die mitten durch die Stadt fließt. An der Schleuse stehen die "Schleusenspucker". Eine Skulptur, die an die Spuckwettbewerbe der einstigen Hafenarbeiter erinnert. Geschaffen vom Bildhauer Volker Roth. Auch dieses Werk entstand durch das Engagement von Rathenowern.

Rathenow von oben. Diese Blicke fängt das Rentner-Ehepaar Helmut und Edith Wernicke ein. Dafür haben sie spezielle Drohnen selbst gebaut und mit Kameras ausgestattet. 17 Filme kann man nun schon auf ihrem Youtube-Kanal sehen. Arzthelferin und Autorin Britta Orlowski verwebt Rathenow in ihren Büchern. Ulrike Finck spricht mit ihr über das neue Buch und die Rathenower Geschichte.

Serviceinformationen