Titelbild (Quelle: Ben Linse)
Ben Linse
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Berlin-Neukölln - Ulrike Finck landet in der Flughafenstraße

Die Flughafenstraße führte einst zum Tempelhofer Flughafen und ist eine typische Berliner Durchfahrtsstraße. Hinter den Fassaden verstecken sich besondere Charaktere: der Trödler mit besonderen Raritäten, der Barbier mit stylischem Outfit oder die Berlinerin mit italienischem Restaurant. Die Straße hat auch eine Schattenseite – Drogen, Armut, Verdrängung.

Zwei Brüder mit türkischen Wurzeln prägen den Kiez, Talu und Yunus Tüntas. Sie sind dort aufgewachsen. Gemeinsam haben sie einen kreativen Ort für Kinder und Jugendliche geschaffen, um sie von der Straße wegzuholen. In ihrer Werkstatt in einem alten Laden bringen sie Kindern bei, Fahrräder zu reparieren bzw. überhaupt etwas mit den eigenen Händen zu schaffen. Die beiden Brüder organisieren aber auch Projekte in Neuköllner Schulen.

Bekannt ist die Straße seit den 1970ern als Trödelmeile. Heute gibt es immerhin noch 15 dieser Läden - zum Teil echte Schatzkammern. Vojo Milos verkauft und verleiht in seinem Laden „Fantasiakulisse“ seltene Kostbarkeiten, oft auch als Requisiten für Theater und Film. Nebenan gibt es Vintage-Klamotten. Bei Babette im Trödelhaus Neukölln finden Besucher Dinge, die man im Haushalt braucht - vom Schlüsselbrett bis zum Kühlschrank. Die Kunden kommen aus der ganzen Welt.

Impressionen vom Drehtag

Seit einigen Jahren entwickelt sich die Straße zur Gastro-Meile. Elena Gronenberg-Hoffmann ist sozusagen Pionierin, sie hat genau vor zehn Jahren in einer alten Wäscherei auf einem zweiten Hinterhof ein Restaurant aufgemacht mit ausschließlich italienischer Küche. „Lavanderia Vecchia“ ist längst nicht das einzige besondere Lokal. Das „B.Horn“ an der Hasenheide punktet mit besonderen Getränken, wie dem Hasenheide-Sprizz und im Klunker-Kranich treffen Hipster, Geschäftsleute und Studenten auf Touristen. Der Blick über die Stadt ist einmalig.

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