Schuhputzboxen
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- Schuhe putzen wie in Äthiopien

Vor Jahren startete der in Berlin lebende Äthiopier Dawit Shanko eine spektakuläre Kampagne: Er ließ 3500 gebrauchte Schuhputzboxen junger Schuhputzer aus seiner Heimat nach Deutschland verschiffen. Mit gezielten Aktionen will er seitdem auf die prekäre Lage der afrikanischen Jugend aufmerksam zu machen. Berliner Jugendliche wagten hierfür eine Putzaktion am Potsdamer Platz.

Eine riesige Installation aus tausenden Schuhputzboxen wird ab 20. Mai auf der „Weltausstellung Reformation“ in Wittenberg zu sehen sein. Sie erinnert an die vielen Millionen Kinder weltweit, die mit dieser Arbeit ihre Familie unterstützen müssen. Dabei erleben sie oft Erniedrigungen und Gewalt. Allein Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba zählt über 40.000 junge Schuhputzer. Auch Dawit Shanko war einer von ihnen.


Was es bedeutet vor fremden Menschen zu hocken und ihnen zu dienen, das will Dawit Shanko auch deutschen Jugendlichen nahe bringen. Dafür hat er heute eine besondere Aktion geplant: Er zieht mit Can, Talessa, Niclas und Paul zum Potsdamer Platz. Dort sollen die Jugendlichen ihre Arbeit als Schuhputzer anbieten. Gar nicht so einfach, Kunden zu finden. Es ist manchmal frustrierend, wenn die Leute weitergehen, stellt Niclas fest. Und Paul freut sich, wenn er für seine Arbeit eine Spende bekommt. Dabei kommt es ihm aber nicht auf das Geld an, sondern darauf, dass seine Arbeit anerkannt wird.


Und was hat das Glück und Unglück der Kinder in Äthiopien mit uns hier in Berlin zu tun? Das muss man herausfinden, meint Dawit Shanko. Aber für ihn ist klar: Wir haben miteinander zu tun.

Beitrag von Nadja Tenge
 

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