Human Mirrafati [Quelle: rbb]
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- Weiterleben nach der Folter

Human Mirrafati kam vor 25 Jahren als Flüchtling aus dem Iran nach Berlin. Im Iran-Irak-Krieg war er 1985 von irakischen Soldaten gefangen genommen und schwer gefoltert worden. Human Mirrafati hat in der Gefangenschaft seinen Glauben verloren - aber er hat in Deutschland nach vielen Jahren neue Lebensfreude gefunden. 

Durch einen Gefangenenaustausch kam Human Mirrafati damals zurück in den Iran. Bald daraufhin bekam er einen Anruf der Geheimpolizei und wurde zum Verhör geladen. Aus seiner antireligiösen Haltung machte er keinen Hehl. Dies hatte zur Konsequenz, dass er den Iran verlassen musste, denn sich von dem Islam abzuwenden bedeutete die Todesstrafe. Human Mirrafati musste fliehen, kam auf Umwegen 1992 nach Berlin, beantragte Asyl und begann eine Therapie.

Human und seine Frau Sigrid lernten sich im Therapiezentrum kennen, sie war damals seine Dolmetscherin. Das Thema Glaube führt immer wieder zu Diskussionen mit seiner Frau, einer gläubigen Christin.

Human ist in der Flüchtlingsinitiative Falkensee engagiert. Mit seiner Lebensgeschichte ist es für ihn eine Selbstverständlichkeit den heutigen Flüchtlingen zu helfen. An einem völlig neuen Ort mit einem völlig neuen Alltag anzufangen, hält Human auch für eine Chance.

Human hat unter dem Künstlernamen Schiwan Bamdad ein Buch über seine Geschichte geschrieben mit dem Titel: „ Verlorene Sterne“

Beitrag von Jutta von Stieglitz-Yousufy
 

weitere Themen der Sendung

Bahnhof Jamlitz [Quelle: rbb]
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Ein Bahnhof für Straßenkinder

HIMMEL & ERDE ist zu Gast in Jamlitz im Südosten Brandenburgs. Als 1998 die Bahnstrecke zwischen Cottbus und Frankfurt/Oder stillgelegt wurde, wurde auch der Bahnhof in Jamlitz nicht mehr gebraucht. 10 Jahre lang stand das alte Gebäude leer, bis der Berliner Jugendhilfe-Verein Karuna es entdeckte. Stück für Stück wurde der alte Bahnhof saniert und zu einem Tagungs- und Wohnprojekt umgebaut. Jetzt finden hier Straßenkinder aus ganz Deutschland ein Zuhause.  

Jakob Richter und Florian Balser [Quelle: rbb]
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Straßenkind trifft Zeitzeugen

Die ehemaligen Straßenkinder im Bahnhof Jamlitz sollen nicht abgeschieden leben, sondern Teil des Ortes werden. Dazu gehört es auch, sich mit der Geschichte der Region zu beschäftigen. In der Nähe des Bahnhofs war bis 1945 ein Außenlager des KZ’s Sachsenhausen. Im vergangenen Jahr kam ein Überlebender, der in den USA wohnt, nach Jamlitz. Aus der Begegnung mit einem der ehemaligen Straßenkinder ist ein besonderer Film entstanden. 

Emine Palabiyik [Quelle: rbb]
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Streetdance mit Kopftuch

Vor einem Jahr trat Emine Palabiyik noch bei Hip Hop Battles auf – mit offenem Haar. Das ist vorbei. Sie hat sich dafür entschieden, ihren muslimischen Glauben zu praktizieren und ein Kopftuch zu tragen. HipHop liebt sie aber nach wie vor und gibt Tanzunterricht für Mädchen im Wedding. Ihrer Mutter wäre es lieber, dass sie sich weniger mit Hip Hop als mit einem potentiellen Ehemann beschäftigt.  

Seyran Ates [Quelle: rbb]
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Gründering Seyran Ates wird bedroht - Liberale Moschee unter Druck

Die Eröffnung einer liberalen Moschee in Räumen der evangelischen St-Johannis-Kirche in Berlin-Moabit sorgt für viel Aufregung. Sogar in der Türkei und in Ägypten wird das Projekt der Rechtsanwältin Seyran Ates wahrgenommen – und scharf kritisiert. Und das beunruhigt auch Mitglieder der Kirchengemeinde.