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- Wenn Geld keine Rolle spielen würde

Die Frage stellen sich die meisten Menschen mindestens einmal in ihrem Leben. Hätte man einen anderen Beruf? Andere Freunde? Wie wichtig ist uns Geld? Der 87-jährige Rentner Erhard Weiß und die 26-jährige Künstlerin Isabelle Tellié erzählen von ihrem Verhältnis zum schnöden Mammon.

 Isabelle ist selbstständige Künstlerin. Sie hat einen kleinen Nebenjob, der ihre Miete finanziert. Sie hält sich gerade so über Wasser. Erhard kommt aus gutbürgerlichen Verhältnissen. Er meint: Wer viel arbeitet, verdient auch viel.   

Isabelle Tellié, Künstlerin
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Wenn Isabelle über Nacht zur Multimillionärin würde, dann würde sie direkt die Koffer packen und eine Weltreise machen, einen Führerschein, Flug- und Tauchschein. Erhard hätte als erstes dafür gesorgt, dass seine Kinder und die Familie ein gutes Auskommen im Alter haben. Dann hätte er einen Fonds gegründet für eine bessere und schnellere Ausbildung von Pflegekräften. Er hätte Ehrenamtliche gefördert und moderne Medizintechnik für Krankenhäuser.

Erhard Weiß, Rentner
Bild: rbb

Für Isabelle ist Geld einfach Mittel zum Zweck und gut, wenn es da ist. Aber sie hat das Gefühl, dass sie ohne Geld viel innovativer und kreativer ist und sich selbst viel mehr herausfordert, als wenn sie reich wäre. Für Erhard ist Reichtum eine Verpflichtung, es gut auf die Allgemeinheit zu verteilen. Reichtum allein macht nicht glücklich, sagt er.

Beitrag von Sally Musleh Jaber

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