Der Autor Björn Kern im Gespräch mit Friederike Sittler
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- Nichtstun aus Überzeugung

„Das Beste, was wir tun können, ist nichts“, sagt der Autor Björn Kern. Und so heißt auch sein Buch über den Ausstieg aus dem selbstgebauten Hamsterrad. Nichtstun schadet nicht, macht nichts kaputt und ist gut für Umwelt und Gesundheit. Besinnung auf das Wesentliche statt Multitasking. Und wie geht das?

Nichtstun ist eine hohe Kunst, so Björn Kern: das Handy ausschalten, das Internet, den Fernseher und das Radio, und nicht gleich daran denken, was als nächstes zu erledigen wäre. Beim gelungenen Nichtstun geht es dem Autor allerdings keineswegs einfach um Faulsein. Es geht ihm darum, die Menschen nicht nach ihrer Arbeit zu klassifizieren, andere Ziele als einen gut bezahlten Job zu haben und öfter mal Nein zu sagen. In diesem Sinne kann sogar ehrenamtliche Tätigkeit eine Form des gelungenen Nichtstuns sein.

Björn Kern im Gespräch mit Friederike Sittler
 

weitere Themen der Sendung

Nichtstun am Strand
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Faulenzen oder Aktivurlaub?

Der Bade- und Sonnenurlaub ist bei deutschen Urlaubern bei Weitem die beliebteste Art, die Ferien zu verbringen. Aber der Trend zum Aktivurlaub nimmt zu. Städtereisen, Kanu-, oder Abenteuerurlaub, das mögen viele in der Gruppe. Und dann gibt es noch die, die einfach ihre Ruhe haben wollen.  

Museumsaufseher Dimitrios Xenos
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Museumsaufseher

Wer gedacht hat, dass Museumsaufseher ein sehr einsamer und langweiliger Job ist, kennt Dimitrios Xenos nicht. Er steht beileibe nicht einfach neben den Bildern rum. Dimitrios Xenos arbeitet im Brücke-Museum in Berlin-Dahlem und das mit großer Leidenschaft. Ständig ist er unterwegs, ermahnt Schulklassen, zeigt Gästen den Weg zum Bus oder zur Garderobe – langweilig ist ihm nie. Nur manchmal hat er Zeit, sich in sein Lieblingsgemälde zu versenken.

Boreout
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Boreout

Erschöpft, ausgebrannt, gestresst – unter Burnout kann man sich etwas vorstellen. Aber dass auch Unterforderung und Langeweile krank machen können, ist weniger bekannt. Boreout, von englisch bore – langweilig, wird dieses Leiden auch genannt. Dabei sind die Symptome ähnlich wie bei der Überforderung: Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Depressionen.  

Feisal Mubariz
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Warten müssen

Faisal Mubariz stammt aus Afghanistan und lebt seit 16 Monaten in Deutschland. Er hat eine Aufenthaltsgestattung bis September und wartet jetzt auf die Verlängerung. Zeit, die er nutzen will: Er hat sich um einen Ausbildungsplatz beworben. Das Warten gehört zu seinem Leben, seit er in Deutschland angekommen ist. In seiner Flüchtlingsunterkunft in Jüterbog kennt er viele, die nur eine Duldung haben, also keinen sicheren Aufenthaltsstatus. Die dürfen in der Regel nicht arbeiten und sind zum Nichtstun gezwungen.  

Rabbiner Daniel Fabian
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Religiöse Entschleunigung

Am Sonntag sollst Du ruhen – diese Regelung gilt zwar noch, wird aber löchrig. Bei den Juden gibt es die Sabbat-Ruhe, die in gesetzestreuen Gemeinden recht rigide ausgelegt wird. Nicht-Gläubige suchen Ruhe und Entschleunigung im Raum der Stille oder bei der Meditation.

Stau
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Ausgebremst im Stau

Mit erzwungenem Nichtstun haben es viele jetzt auch wieder in der Ferienzeit zu tun. Der Stau. Nichts geht mehr. Gehören Sie zu denen, die dann vor Wut in das Lenkrad beißen wollen? Oder ärgern Sie sich über die, die dann gemeingefährlich auf die Tube drücken, wenn es endlich weiter geht? Nerven behalten – wie schafft man das? Höchste Zeit, sich Tipps von den Profis auf den Straßen zu holen.