Feisal Mubariz
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- Warten müssen

Faisal Mubariz stammt aus Afghanistan und lebt seit 16 Monaten in Deutschland. Er hat eine Aufenthaltsgestattung bis September und wartet jetzt auf die Verlängerung. Zeit, die er nutzen will: Er hat sich um einen Ausbildungsplatz beworben. Das Warten gehört zu seinem Leben, seit er in Deutschland angekommen ist. In seiner Flüchtlingsunterkunft in Jüterbog kennt er viele, die nur eine Duldung haben, also keinen sicheren Aufenthaltsstatus. Die dürfen in der Regel nicht arbeiten und sind zum Nichtstun gezwungen.  

Der 23-Jährige wartet auf seinen Asylbescheid. Seine Aufenthaltsgestattung gilt bis September, dann wird sie wohl verlängert. Einen Deutschkurs hat Faisal Mubariz schon besucht. Jetzt kann er sich für einen Ausbildungsplatz bewerben.

Faisal Mubariz stammt aus einer gebildeten Familie. Die Mutter war Lehrerin, der Vater Staatsbediensteter. Er selbst hatte seinen Bachelor in Informatik abgeschlossen, als ihn die Familie aus Angst vor den Taliban allein auf die Flucht schickte. Seitdem hat er nichts mehr von ihnen gehört.

Der junge Afghane fühlt sich fremd in Jüterbog. Er möchte Anschluss finden, neu anfangen. Doch die Menschen hier empfindet er als verschlossen.

Wenn Faisal Mubariz sich einsam fühlt, geht er in die Bibliothek. Seine Welt sind die Bücher. Vielleicht findet er hier ein Rezept für das Leben in Deutschland. Er hat ein Buch ausgeliehen mit dem Titel: "Gutes Benehmen öffnet Türen" Ob das klappt?

Bislang hat Faisal den Schlüssel für die Türen noch nicht gefunden. Dafür braucht er Geduld. Nur abwarten will er nicht. Er hat Träume – und Ziele: Bald glücklich sein, arbeiten, eine Wohnung haben, eine normale Person sein.

Beitrag von Ulrike Steinbach und Daniela Haarhoff
 

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