Hoffnung für Schönberg
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Bild: rbb

- Zu viel Platz: Ein Dorf in der Prignitz

Jede Menge Himmel, große Gärten, grüne Wiesen - Schönberg liegt abgeschieden ganz am Rand der Gemeinde Wusterhausen/Dosse. Idyllisch, aber mit ungewisser Zukunft: Die jungen Leute ziehen weg, die freiwillige Feuerwehr und der Fußballverein existieren nur noch dank der Unterstützung aus umliegenden Orten. Was tun, damit das Dorf nicht ausstirbt?

Eigentlich ein schönes Fleckchen Erde. Aber: Die Mehrheit der Bewohner ist älter als 60. Früher war hier eine LPG, es gab einen Konsum, eine Gaststätte, einen Kindergarten, eine Arztpraxis und eine Post. Aber jetzt sind die meisten weggezogen - auf der Suche nach Arbeit. Das ehemalige Bürogebäude der LPG steht leer. Einziger Hoffnungsschimmer: die Ökohöfe Schönberg, ein ökologischer Landwirtschaftsbetrieb von 1995.

Heute hat Schönberg nur noch 118 Einwohner. Für die wenigen Jugendlichen gibt es keine Angebote mehr. Vor 2 Jahren wurde der Jugendklub von der Gemeindeverwaltung an Privatleute verkauft. Auch mit der Schönberger Freiwilligen Feuerwehr sieht es schlecht aus. Einsatzbereit sind noch 8 Mitglieder, obwohl Verstärkung aus anderen Ortsteilen kommt.

Viele Schönberger pendeln inzwischen zur Arbeit nach Berlin oder Hamburg. Für die Kinder gibt es einen Schulbus. Ohne Auto zum Arzt oder Einkaufen – schwierig. So ziehen auch die Alten weg, wenn sie pflegebedürftig werden. Das Anwesen mit der früheren Dorfkneipe steht zum Verkauf. Die Ortsvorsteherin bleibt trotzdem zuversichtlich, dass neue jüngere Bewohner kommen, die wieder ein bisschen Schwung ins Dorf bringen.

Beitrag von Christiane Hög

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