Harald Kamps (Quelle: rbb)
rbb
Harald Kamps | Bild: rbb

Leben im Alten-Kollektiv - Besser als ins Heim

Der 67-jährige Harald Kamps lebt mit seiner Frau und zwei befreundeten Schwestern in einer Wohngemeinschaft mitten in Berlin. Hier wollen sie gemeinsam ihren Traum für die letzten Lebensjahre verwirklichen.

Vor neun Monaten sind sie nach langer Planung zusammengezogen. "Das ist eine Gemeinschaft zum Leben und zum Sterben", sagt Harald Kamps.

Deutschland altert. Jeder Vierte wird im Jahr 2025 über 70 Jahre alt sein. Viele Menschen haben Angst davor, später in einem Altenheim zu enden. Doch welche Alternativen gibt es?

Diese Fragen haben Harald Kamps und seine Mitbewohnerinnen mehr und mehr beschäftigt. Sie wollten ihren letzten Lebensabschnitt rechtzeitig planen und gestalten. Im genossenschaftlichen Projekt Möckernkiez in Berlin-Kreuzberg haben sie endlich die richtige Immobilie gefunden: Küche und Wohnzimmer für alle, Zimmer und Bad für jeden. Das Ganze auf zwei Etagen. Es soll ihre letzte Adresse sein.

Ihre Idee: keine Zweck-WG, aber auch keine Zwangsgemeinschaft. Das Alten-Kollektiv, wie sie sich nennen, will die Zeit am Ende des Lebens so bunt wie möglich gestalten. Auch dann, wenn es ernst wird. Sogar Krankheit, Leid und Tod sollen miteinander getragen werden.

Die Vier aus dem Möckernkiez wagen ein spannendes Experiment. Die Reportage begleitet sie dabei.

Ein Film von Susanne Heim

Erstaustrahlung