Violinist und Musiklehrer Ahmet Tirgil; Quelle: rbb/Out of Focus
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Violinist und Musiklehrer Ahmet Tirgil | Bild: rbb Presse & Information

Reportage - Exil Berlin - Geflohen aus der Türkei

Die Türkei unter Erdogan: Seit dem gescheiterten Putsch im Juli 2016 wird mit Notstandsdekreten regiert. Damit werden demokratische Grundrechte und die Rechtsstaatlichkeit außer Kraft gesetzt.

Die demokratische Opposition sieht sich einer systematischen Verfolgung ausgesetzt, darunter zahlreiche Journalisten, Wissenschaftler und Menschenrechtler.

Deshalb sehen viele für sich in der Türkei keine Zukunft mehr. Mehr als 140.000 Menschen hat die türkische Regierung bis heute aus dem Staatsdienst entlassen oder suspendiert, über 50.000 kamen - zumindest zeitweilig - in Haft. Aus Angst vor willkürlicher Repression und Gewalt verlassen immer mehr Regierungskritiker das Land ins rettende Exil. Ein wichtiger Zufluchtsort ist Berlin für diejenigen geworden, die Arbeit, Freiheit und Hoffnung verloren haben. Berlin als neuer Lebensmittelpunkt ist dabei nicht zufällig gewählt: Die Metropole gilt als weltoffen und es gibt eine große türkische Community, die Präsident Erdogan kritisch gegenübersteht.

Die Reportage begleitet eine Soziologin, einen Journalisten und einen Musiker im Berliner Exil. Hier haben sie damit begonnen, ein neues Leben für sich und ihre Familien aufzubauen.

Von Berlin aus verfolgen sie Tag für Tag die politischen Ereignisse in der Türkei, begleitet von der ständigen Sorge um Freunde und Angehörige vor Ort. In ihrem Exil eint alle drei ein großes Ziel: Frieden und Demokratie in der Türkei.

Ein Film von Frank Gutermuth und Matthias Neumann

Erstausstrahlung