Marion Zeuge auf der Straße, im Vordegrund eine Flasche; Quelle: rbb
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Reportage - Neues von den Flaschensammlern

"Wenn die Leute blöd gucken, weil man mir die Armut nicht ansieht, sage ich: Ich bin DeutschRentnerin - das reicht dann meist!". Das sagt Marion Z. (72), ehemals Friseurin. Sie gehört zu den vielen meist älteren Flaschensammlern, die weder obdachlos noch drogensüchtig sind.

Axel Fleischmann sucht im Mülleimer; Quelle: rbb

Für immer mehr Menschen auch aus der gesellschaftlichen Mitte sind die wenigen Cent Anreiz genug, unter den Augen der Öffentlichkeit leergetrunkene Büchsen und Flaschen einzusammeln.

Vor sieben Jahren hat rbb-Autorin Wibke Kämpfer zwei Berliner Flaschensammler bei ihrer mühsamen "Arbeit" begleitet. Da griffen Frank Epsch und Hannelore Nehls (beide Rentner) täglich in Papierkörbe, Mülltonnen und unter Büsche im Park. Nun trifft sie die beiden wieder.

Frank Epsch sammelt heute immer noch. Hannelore Nehls kann es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr, stellt aber fest, dass immer mehr Sammler aus Osteuropa kommen und dass viele Sammelreviere umkämpft sind.

Film von Wibke Kämpfer

Erstausstrahlung: 28.07.2018