Manfred Stolpe bei der Eröffnung der neuen Digital Engineering Fakultät (Potsdam, 10.04.2016 ); Quelle: imago/Future Image/Sebastian Gabsch
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Bild: imago/Future Image/Sebastian Gabsch

Reportage - Manfred Stolpe: 'Der Mensch im Mittelpunkt'

Manfred Stolpe hat auch mit über 80 Jahren noch eine Mission: für Frieden und Verständigung in Europa zu werben. Der ehemalige brandenburgische Ministerpräsident trotzt seiner Erkrankung, indem er sich immer noch politisch einbringt.

Stolpe trifft langjährige Weggefährten wie Walter Momper, um sich mit ihm an den Fall der Mauer an der Glienicker Brücke zu erinnern. Der frühere DDR-Kirchen-Diplomat Stolpe stellt sich aber auch kontroversen Diskussionen: mit Reiner Eppelmann streitet er über Nähe und Distanz zum SED-Regime.

Die Reportage folgte Manfred Stolpe über viele Monate zu Begegnungen nicht nur mit Freunden, sondern auch mit Gegnern. Im ehemaligen Büro von Erich Honecker muss der letzte SED-ZK-Mitarbeiter eingestehen, dass die Politik der Evangelischen Kirche mit zum Ende des Sozialismus in der DDR beigetragen hat.

In ergänzenden Interviews sind Lothar de Maizière, Friedrich Schorlemmer, Marianne Birthler und seit über zehn Jahren erstmalig wieder Egon Krenz zu sehen.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer erleben einen aufrechten und humorvollen Manfred Stolpe - einen Mann, der nicht aufgibt. Einer, der seinem persönlichen Vorbild folgt: Willy Brandt.

Die Kamera begleitet Manfred Stolpe vielleicht zum letzten Mal so nah - bei seinem Engagement für die Menschen zwischen Potsdam und St. Petersburg.

Film von Michael Günther

Erstausstrahlung am 27.07.2019/rbb