Social Media
rbb
Bild: rbb

- Social Media und Privatsphäre

37% der Social-Media-Nutzer Deutschlands teilen öffentlich ihren Wohnort, 31% ihre E-Mail-Adresse. 30% geben ihren Beziehungsstatus preis, 18% Details ihres Arbeitsplatzes. Die 21-jährige Studentin Laura ist vorsichtiger und nutzt Social Media hauptsächlich für ihre Erinnerungen. Sie stellt fest: Ältere Leute, die sich nicht so gut auskennen, geben oft mehr preis als die jungen Digital Natives.

58% der Social-Media-Nutzer waren schon einmal unglücklich über ein Foto von ihnen, das jemand gegen ihren Wunsch geposted hat.

49% waren auch unzufrieden, weil jemand private Infos weiter gegeben hat.

16% gestanden, dass ihre Beziehung durch unangemessene Beiträge gelitten habe, und 57% fühlten sich unglücklich weil sie dachten, andere hätten ein besseres Leben als sie selbst.

Mehr als 2/3 der Social-Media-Nutzer gaben an, dass ihnen die Zahl der „Likes“ generell wichtig sei. Mehr als die Hälfte war schon einmal unzufrieden wegen einer zu geringen Anzahl der „Likes“.

Für „Likes“ würden Männer übrigens mehr tun als Frauen.
14% der Männer geben unumwunden zu, auch Lügen über sich selbst zu veröffentlichen. Bei Frauen waren es nur 9%.

Peinliche Fotos oder Geheimnisse ihrer Freunde würden 12% der befragten Männer öffentlich machen – bei Frauen ist es nur die Hälfte.

Die 21-jährige Studentin Laura erzählt, dass ihre Eltern viel sorgloser Fotos in Sozialen Medien posten. Sind es am Ende also eher die Älteren, die Probleme mit Social Media haben als die, die damit aufgewachsen sind?

Beitrag von Melina Borcak

weitere Themen der Sendung

Quinoa-Schule
rbb

Quinoa Privatschule

Privatschule – das klingt nach viel Geld und Eliteanstalt. Die Quinoa-Schule in Berlin-Wedding ist genau das Gegenteil. Hier gehen 150 Jugendliche in die 7. bis 10. Klasse. Die meisten kommen aus der Nachbarschaft, aus ärmeren Familien. 95 % von ihnen haben eine Einwanderungsgeschichte. Jugendliche, die auf anderen Schulen Schwierigkeiten hatten, finden in der Quinoa-Schule besondere Unterstützung.  

Bei Renate Bergemann wurde eingebrochen
rbb

Einbruch in die Privatsphäre

Renate Bergemann wohnt idyllisch am Stadtrand von Berlin. Ein eigenes kleines Haus, ein großer Garten. Doch die Idylle zerplatzt, als die 75jährige eines Nachmittags vom Einkaufen nach Hause kommt. Diebe sind in ihr Haus eingebrochen, haben alles durchwühlt und waren sogar an ihrer Bettwäsche. Seitdem fühlt sie sich in ihrem eigenen Haus nicht mehr wohl.  

Gemeingut in Buergerinnenhand
rbb

Privatisierung – nein danke!

Was passiert, wenn sich der Staat – meist aus Spargründen - aus der öffentlichen Versorgung wie Gas, Wasser, Strom zurückzieht und privaten Unternehmen das Feld überlässt? Dann steigen oft ziemlich schnell die Preise. Weil der Staat für einen ausgeglichenen Haushalt keine Kredite aufnehmen soll, droht die weitere Privatisierung wichtiger Versorgungsleistungen. Dagegen setzt sich der Verein Gemeingut in BürgerInnenhand zur Wehr.  

Mein Glaube ist privat
rbb

Mein Glaube ist privat

Matthia Lux kommt aus einer katholischen Familie und hat sich als Kind in der Kirche zu Hause gefühlt. Mit der Pubertät erwachte aber ihr Feminismus. Die Hierarchie und die Rolle der Frau in der katholischen Kirche konnte sie nicht mehr damit vereinbaren, und sie trat aus der Kirche aus. Seitdem lebt sie ihren Glauben ganz privat. Manchmal fehlt ihr aber die Gemeinschaft und der Austausch in einer Gemeinde.