Darkmouth - Der Legendenjäger; Quelle: oetinger-audio.de
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Oetinger Audio - Darkmouth der Legendenjäger

Fantasy-Serien gibt es mittlerweile viele. Im Ersten Band der von Shane Hagerty entwickelten Darkmouth Serie jagt der 12- jährige Finn eher unfreiwillig Legenden, sowas wie Monster. Das klingt erstmal spannend. Henning Schmidt hat die Hörbuchausgabe gehört und verrät, ob die Grundidee hält was sie verspricht. 

Die Geschichte spielt in dem kleinen Örtchen Darkmouth. Das liegt irgendwo in Irland und ist der letzte Ort, der noch von Legenden, man könnte auch Monster sagen, heimgesucht wird. Sie kommen durch sich spontan öffnende und wieder schließende Tore, von der "Verseuchten Seite", nach Darkmouth, verwüsten den Ort und bedrohen die Menschen. Bekämpft werden die Legenden von den Legendenjägern. Finn ist 12 und der Sohn des letzten Legendenjägers. In einem Jahr soll Finn "Vollenden" und damit seine Ausbildung abschließen. Das Problem dabei: Finn hat eigentlich wenig Lust Legendenjäger zu sein und die Legenden mit dem "Exikator" in kleine pelzige Kugeln zu verwandeln. Viel lieber wäre Finn Tierarzt. Er ahnt nicht, dass ein Angriff auf Darkmouth bevorsteht.

Grundsätzlich ist die Idee hinter "Darkmouth der Legendenjäger" spannend. Monster jagen und das Böse bekämpfen hat sich bestimmt schon der eine oder die andere von Euch in seiner Fantasie ausgemalt. Auch die Figuren des Buches sind sympathisch. Sei es der mit seiner Aufgabe hadernde Finn, sein Vater Hugo oder Finns neue Freundin Emmie. Sogar eine gar nicht so böse, sondern niedliche Legende Namens Broonie ist dabei. Schön sind auch die Auszüge aus einem Lehrbuch für Legendenjäger. Sie sorgen dafür, dass man eine bessere Vorstellung von der Welt, die Shane Hegarty sich ausgedacht hat, bekommt. Nichts zu meckern gibt es auch an der Leistung von Sprecher Peter Kaempfe. Ihm hört man gerne zu und wenn es mal richtig finster und böse wird, verleiht er seiner Stimme auch die nötige düstere Färbung.

Ein Problem hat das Buch hingegen mit dem, was man Spannungsbogen nennt. Die Spannung, sehr entscheidend für ein Buch, indem es um Monster und ihre Jäger geht, ist nicht gleichmäßig hoch. Sie baut sich nur gemächlich auf. Bis es mal richtig packend wird, dauert es bis Mitte der dritten von vier CDS. Ab diesem Punkt rumst und knallt es zwar kurze Zeit gewaltig, dann wird es aber schon wieder ruhig. Auch der Cliffhanger zu Band zwei, also der spannende Moment, an dem das Buch endet und man eigentlich zum weiter lesen animiert werden soll, ist gar nicht besonders spannend.

Das Urteil über "Darkmouth der Legendenjäger" fällt deshalb gemischt aus. Es ist kein total schlechtes Buch. Die Grundidee ist spannend, die Figuren sind sympathisch und Sprecher Peter Kaempfe liest gut vor. Auf keinen Fall ist das Buch aber […] "spannend bis zum Herzstillstand", wie Shane Hegartys auf der Webseite zum Buch zitierter Schriftsteller Kollege Eoin Colfer meint. Wie im letzten Absatz erklärt, täte dem Buch ein sich weniger gemächlich aufbauender Spannungsbogen gut, was dann auch mein Wunsch für Band Zwei der Serie wäre. So ist "Darkmouth der Legendenjäger" ein durchschnittlicher Fantasy-Roman, an dem ihr aber auf jeden Fall Spaß haben könnt. Von mir gibt es die Schulnote drei.