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Argon-Verlag.de - Die Seiten der Welt - Nachtland

Kai Meyer hat den zweiten Band seiner “Die Seiten der Welt“ Trilogie fertig, und Simon Jäger liest ihn vor. Henning Schmidt hat sich das Hörbuch angehört und verrät, ob sich die 15 Stunden Zeitaufwand lohnen.  

Die Geschichte um die Bibliomantin Furia Salamandra, Faerfax und ihre Freunde geht in die zweite Runde. Wer den ersten Teil noch nicht kennt, sollte sich zunächst meiner Besprechung von Teil eins zuwenden und bei Gefallen das Buch dann auch lesen oder hören. Ohne das Vorwissen aus Teil eins ergibt “Die Seiten der Welt – Nachtland“ wenig Sinn.

Die Handlung setzt 6 Monate nach den Ereignissen aus Band eins wieder ein. Furia und die verbliebenen Rebellen haben sich auf den Landsitz von Furias Familie geflüchtet. Ging es in Band eins naturgemäß noch darum, die Welt zu etablieren und die Charaktere einzuführen, geht es jetzt von Beginn an zur Sache. Furia und ihre Freunde befinden sich mitten im Krieg gegen die drei Häuser der Bibliomantik und die Adamitische Akademie. Ihr Ziel ist prinzipiell einfach, aber natürlich im Detail schwer umzusetzen. Die Rebellen wollen die sogenannte Sanktuariumskarte finden, um mit ihr dann in das Sanktuarium selbst einzudringen. Dahinter verbirgt sich das Machtzentrum der Akademie. Auf ihrem Weg treffen Furia, Cat, Finian und die Anderen auf viele Gefahren und neue Widersacher wie beispielsweise den Unterweltboss Maduk. Wie es sich für eine gute Fantasy Geschichte gehört, sind aber auch neue fantastische Wesen dabei. Ein Beispiel ist Fornax. Der ist ein Feuerwesen und rühmt sich ganz alleine die Bibliothek von Alexandria niedergebrannt zu haben.Schön am zweiten Band ist auch, dass Kai Meyer Euch auch einen Blick auf die Gegenseite des Kriegs erlaubt. Ihr lernt das Haus Himmel kennen, welches im Verlauf der Geschichte eine wichtige Rolle spielt.


Der zweite Band gefällt mir besser als der Erste. Furia ist deutlich geerdeter und nicht mehr so arrogant und abgehoben wie in Band eins. Auch die Action in Band zwei weiß zu gefallen. Leerlauf indem nichts passiert, gibt es selten. Allerdings hat das Ganze eine Kehrseite. Die Geschichte bewegt sich auf mehreren, nicht ganz einfach zu verstehenden Handlungsebenen, die gerne auch mal wechseln. Es werden diverse Fragen aus Band eins beantwortet, aber auch neue aufgeworfen. Ihr solltet also aufmerksam lesen oder Simon Jäger, der erneut eine sehr gute Sprecherleistung abliefert, aufmerksam zuhören. Sonst besteht die Gefahr, dass Ihr schnell nicht mehr versteht, worum es geht.

Fazit:

Wenn Euch der erste Band gefallen hat, könnt Ihr auch bedenkenlos zu Band zwei greifen. Die Handlung ist spannend und fantasievoll und Simon Jäger hört man gerne zu. Naturgemäß werden nicht alle Fragen geklärt, da es sich um den mittleren Band einer Trilogie handelt. Von mir gibt es die Schulnote zwei.