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    Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug
    rbb/Claudius Pflug

    - Kontraste vom 03.06.2021

    +++ Deutschland und die Kokainschwemme +++ Rechtsradikale Narrative – verbreitet von Männern aus dem Sicherheitsapparat +++ Blutholz – Teak aus Myanmar für deutsche Schiffe +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

    Symbolbild Kokain. Bild: David Ebener/dpa
    dpa

    Drogenkonsum - Deutschland und die Kokainschwemme

    Seit einigen Jahren ist Deutschland mit einer Kokainschwemme konfrontiert – der Stoff ist auch Dank Kokstaxis ständig verfügbar– Kokainkonsum findet sich in allen gesellschaftlichen Gruppen. Auch wenn der Zoll in jüngster Zeit Rekordfunde sichergestellt hat, der Nachschub ist immer gesichert. Und selbst in der Pandemie reißt der Konsum nicht ab, obwohl Clubs dicht und Partys kaum möglich sind. Für viele Menschen ist Kokain eine Alltagsdroge, die ihnen vermeintlich hilft, leistungsfähiger zu sein oder einfach nur den Tag zu überstehen – so wie die alleinerziehende Mutter mehrerer kleiner Kinder, die in der Pandemie rückfällig geworden ist. Kontraste über den Zoll auf der Suche nach Koks, Süchtige und ihren Kampf gegen die Abhängigkeit und eine Drogenpolitik, die gescheitert ist.

    Hans-Georg Maaßen, ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Bild: Kay Nietfeld/dpa
    dpa

    Rechtsradikale Narrative – verbreitet von Männern aus dem Sicherheitsapparat

    Linksextreme, die angeblich von der Ausrottung alter, weißer Männer träumen und gemeinsam mit Islamisten den Djihad planen, Angst vor "Überfremdung" in einem multikulturellen Deutschland - was klingt wie ein rechtsradikaler Telegramkanal entstammt der Gedankenwelt von Männern, die eine wichtige Rolle beim Verfassungsschutz hatten oder haben. Spätestens seit Hans-Georg Maaßen antisemitisch konnotierte Verschwörungserzählungen verbreitet, drängt sich die Frage auf: Hat der Verfassungsschutz ein Problem mit Radikalen in den eigenen Reihen?

    Mit Teakholz beladene LKW in Myanmar. Bild: rbb
    rbb

    Blutholz – Teak aus Myanmar für Edeljachten

    Die Menschenrechtssituation in Myanmar ist katastrophal, die Militärjunta lässt auf Unbewaffnete schießen. Eine wichtige Einnahmequelle der Generäle: illegal geschlagenes Teakholz aus den heimischen Urwäldern. Verwendet wird es vor allem zum Bau von Edeljachten für Superreiche, aber auch auf der Gorch Fock der Marine wurde das Holz verbaut. Obwohl der Import dieser Hölzer seit Jahren verboten ist, kommen deutsche Händler, die das Verbot ignorieren, meist straflos davon. Denn die zuständige Landwirtschaftsministerin Klöckner setzt nach Kontraste-Recherchen die EU-Vorgaben seit Jahren kaum um. Ein Minister der Exilregierung in Myanmar fordert Bundeskanzlerin Merkel nun auf, die illegalen Importe endlich zu stoppen.