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- Kontraste vom 08.04.2022 (mit Gebärdensprache)

weitere Themen der Sendung

Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug
rbb/Claudius Pflug

Kontraste vom 04.08.2022

+++ Wie gut ist Deutschland auf den Corona-Herbst vorbereitet? +++ Putins Diktatur: Das imperialistische Weltbild des Kremls +++ Prügel und Willkür – Opfer des SED-Regimes werden im Stich gelassen +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

Berlin im Mai 2022. Bild: IMAGO/Richard Wareham
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Kampf gegen die Pandemie - Wie gut ist Deutschland auf den Corona-Herbst vorbereitet?

Immer mehr Corona-Patienten, die Krankenhäuser sind wieder einmal überlastet und das Personal wird knapp. Hinzu kommt: Experten befürchten, dass bald eine neue Coronavirus-Variante grassieren könnte, die ansteckender und womöglich gefährlicher ist. Nun hat die Bundesregierung ein neues Infektionsschutzgesetz vorgelegt, das das Land auf den Corona-Herbst und Winter vorbereiten soll. Es ist ein Kompromiss zwischen „Team Vorsicht“ und „Team Freiheit“. Reichen diese Maßnahmen aus? Oder schlittern wir wieder einmal ungebremst ins Ungewisse?

Russlands Präsident Wladimir Putin. Bild: Kirill Kallinikov/Pool Sputnik Kremlin
Pool Sputnik Kremlin

Putins Diktatur - Das imperialistische Weltbild des Kremls

Unter Putins Regime führt Russland seit Monaten einen erbarmungslosen Krieg gegen die Ukraine und sendet dabei regelmäßig Allmachtsphantasien und Drohgebärden gen Westen. Doch welche Ideologie steckt hinter Putins Herrschaft und seinem Angriffskrieg? Kann man gar von einem russischen Faschismus sprechen, wie es etwa die Historikerin Anne Applebaum macht? Jedenfalls beruft sich Putin selbst bei seinem Handeln auf den faschistischen Denker und Philosophen Iwan Iljin. Und das russische Staatsfernsehen verbreitet offen Vernichtungsphantasien, nicht nur gegen die Ukraine, sondern den Westen und dessen liberale Werte. Zudem verbreiten prominente Politiker wüste Verschwörungserzählungen, wonach das russische Imperium einst große Teile der Welt beherrschte, der Westen diese glorreiche Vergangenheit aber aus den Geschichtsbüchern gestrichen habe. Das Ziel: ein eurasischer Großraum unter russischer Führung?

Rückseite Haus des Lehrers, Otto-Braun-Strassein Berli-Mitte. Bild: www.imago-images.deBild:
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Prügel und Willkür - Opfer des SED-Regimes werden im Stich gelassen

Ralf Weber leidet bis heute unter den körperlichen und psychischen Folgen der DDR-Willkür: Er durchlief neun Kinder- und Spezialkinderheime, wo er gequält und vernachlässigt wurde. Als Jugendlicher musste er in einem der berüchtigten Jugendwerkhöfe schuften, wo Heranwachsende zu sogenannten „sozialistischen Persönlichkeiten“ umerzogen werden sollten. Trotz allem verweigern ihm die Behörden bis heute eine angemessene Entschädigung. Auch über 30 Jahre nach dem Ende der DDR kämpft er um die Anerkennung seiner gesundheitlichen Schäden und einen Rentenausgleich für die Zwangsarbeit. Wie er müssen sich tausende Opfer mit den Behörden regelrechte Abwehrschlachten liefern. Seit Jahren verspricht die Politik Besserung, doch auch die neue Bundesregierung sieht nach Kontraste-Recherchen keinen Handlungsbedarf.