Kontraste-Logo + DGS (Quelle: rbb)

- Kontraste vom 10.01.2019 mit Gebärdenübersetzung

weitere Themen der Sendung

Kontraste Logo
rbb

Kontraste vom 10.01.2019

Cyberangriff aus dem Kinderzimmer +++ Militärgeheimdienst - Der lange Arm des GRU +++ Angriff auf die Demokratie – Des Kremls treue Helfer +++ Weltgrößter Fall von Geldwäsche – Millionen flossen auch nach Deutschland +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

Bild: rbb

Cyberangriff aus dem Kinderzimmer

Emails, private Chatverläufe und intimste Fotos – der Datenangriff eines mutmaßlich 20-Jährigen aus Hessen hat die Republik erschüttert. Kontraste zeigt eine Szene von jungen Männern mit rechter Gesinnung, die den Islam, Flüchtlinge und engagierte Menschen ablehnen. Sie hacken persönliche Daten von Politikern, Prominenten und Journalisten, um sie zu veröffentlichen.

Militärgeheimdienst - Der lange Arm des GRU

Cyberattacken, Putschversuche und auch Giftmord werden dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugeschrieben. GRU Agenten sollen in Großbritannien den Ex-Agenten Skripal vergiftet und in Montenegro einen Staatsstreich geplant haben. Bei ihren Aktionen unterlaufen den russischen Agenten offenbar aber auch immer wieder spektakuläre Fehler, wie zuletzt in den Niederlanden, wo ein Hacker-Team des GRU festgenommen worden ist. Und: Der lange Arm des GRU reicht auch nach Deutschland.

Angriff auf die Demokratie - Des Kremls treue Helfer

Aus Russland gesteuerte Medien verbreiten Fake News und hetzen gegen den Westen – dabei treten dort immer wieder Politiker von AfD und Linke als Experten und Interviewpartner auf. Sie reisen auch als "Wahlbeobachter" in selbsternannte Republiken wie Donezk oder auf die russisch besetzte Krim. Kontraste zeigt das Netzwerk der Helfer der russischen Propaganda. Eine Kooperation mit t-online.

Weltgrößter Fall von Geldwäsche - Millionen flossen auch nach Deutschland

Steuerhinterziehung, Korruption, Waffenhandel und Schmuggel – aus diesen Quellen sollen die rund 200 Milliarden Euro stammen, die über die estnische Filiale der Danske Bank gewaschen worden sein sollen. Ein Großteil des Geldes stammt ursprünglich aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Mehr als 30 Millionen Euro sind dabei auch via Estland nach Deutschland geflossen – über deutsche Banken auf deutsche Firmenkonten. Bei den Unternehmen wurden zuvor Waren bestellt, die dann wieder gen Osten geliefert wurden. Firmen und Banken in Deutschland hätten oftmals Verdacht schöpfen können – doch offenbar war das Geschäft wichtiger. In monatelangen Recherchen mit internationalen Kooperationspartnern und der Wochenzeitung DIE ZEIT hat Kontraste ein weltweites Firmennetzwerk recherchiert und tausende Seiten Bankbelege gesichtet, um die Spur des Geldes nachzuvollziehen.