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- Kontraste vom 16.06.2022 (mit Gebärdensprache)

weitere Themen der Sendung

Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug
rbb/Claudius Pflug

Kontraste vom 16.06.2022

Exklusiv: Unterwegs mit ukrainischen Ermittlern +++ Tankrabatt - wie die Bundesregierung ihre eigenen Klimaziele torpediert +++ Alles auf Abstand – wie die Länder die Energiewende ausbremsen +++ Arme Quartiere: Der Wohnort entscheidet über das Leben +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

Ein Mann zeigt Ermittlern ein Grab mit zivilen Opfern des Krieges in der Nähe von Charkiw. Bild: SERGEY BOBOK/AFP
AFP

Exklusiv - Unterwegs mit ukrainischen Ermittlern

Seit Wochen ermitteln Beamte der ukrainischen Nationalpolizei zu zahlreichen Kriegsverbrechen in den ehemals besetzten Gebieten nördlich von Kyjiw. Zerstörte Wohnhäuser, Folter, Mord und Vergewaltigungen – vielerorts offenbart sich den Ermittlern ein Bild des Grauens. Kontraste begleitete die Polizisten bei ihren Ermittlungen in einem Wohnkomplex in Irpin - zwei Tage bevor Bundeskanzler Scholz sich nun genau dort erstmals ein Bild der Lage gemacht hat. Irpin ist so wie Butscha und Borodjanka zum Symbol der Gräueltaten und Kriegsverbrechen geworden.

Ein Mann betankt an einer Tankstelle sein Auto. Bild: Daniel Reinhardt/dpa
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Tankrabatt - Wie die Bundesregierung ihre eigenen Klimaziele torpediert

Trotz heftiger Kritik bleibt Finanzminister Lindner dabei: Der Tankrabatt ist eine gute Sache. Doch selbst sein Kabinettskollege Habeck will nun das Kartellamt mit „Klauen und Zähnen“ ausstatten, weil er davon ausgeht, dass die Konzerne Milliardenprofite auf Kosten der Verbraucher einstreichen. Bei diesem Streit wird kaum beachtet, dass der Tankrabatt ein fatales klimapolitisches Signal setzt: Er senkt die Preise und das führt zu mehr Nachfrage. Bereits jetzt berichten Tankstellenbetreiber von satten Umsatzzuwächsen. Die Folge: mehr CO2-Verbrauch. Damit führt die Bundesregierung ihre eigenen Klimaziele ad absurdum.

Bau einer Windkraftanlage. Bild: Jochen Tack via www.imago-images
www.imago-images.de

Alles auf Abstand - Wie die Länder die Energiewende ausbremsen

Deutschland soll bis 2045 klimaneutral werden. So hat es noch die alte Bundesregierung beschlossen. Damit das gelingen kann, braucht es einen schnellen und massiven Ausbau der Windkraft: 2 Prozent der Bundesfläche müssten künftig für Windräder zur Verfügung stehen, heute sind es gerade einmal 0,5 Prozent. Doch viele Länder halten an starren Abstandsregeln zur Wohnbebauung fest oder setzen diese sogar neu in Kraft – so wie Sachsen. Eigentlich hatte die Ampel-Koalition vor, solche starren Abstandsregeln zur Wohnbebauung ganz abzuschaffen – doch die FDP verhindert das bislang. Streit ist programmiert – und weitere wertvolle Zeit droht verloren zu gehen.

Bild: rbb/Kontraste
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Arme Quartiere - Der Wohnort entscheidet über das Leben

65 Prozent arme Kinder in einem Wohnviertel – in der Berliner Rollbergesiedlung (Reinickendorf) ist das seit Jahren Realität. Experten sprechen von einem "gekippten Quartier". Es sind einfach zu viele Kinder mit Sprach- und Lerndefiziten, die Lehrer an den Schulen können das nicht mehr auffangen. Die Politik könnte gegensteuern, doch in der Hauptstadt wurde zu lange zugesehen, wie dieses und andere Viertel abgestürzt sind. Dass es auch anders geht, zeigt ein Blick ins hessische Offenbach. Dort wurde viel Geld in soziale Projekte investiert – und auf teure Theater oder Opernhäuser verzichtet.