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    Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug
    rbb/Claudius Pflug

    - Kontraste vom 16.12.2021

    +++ Fehlender Impfstoff, fehlende Daten: Ist die Impfpflicht in Gefahr? +++ Der Kampf um die „Freiheit“ +++ Arbeitsalltag am Theater: Schlaflosigkeit, Dauerstress, Gewichtsverlust +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

    Impf-Befürworterin in München. Bild: Sachelle Babbar/ZUMA Wire
    ZUMA Wire

    Fehlender Impfstoff, fehlende Daten - Ist die Impfpflicht in Gefahr?

    Deutschland bekommt die Corona-Pandemie nicht in den Griff – vor allem weil immer noch zu viele Bürgerinnen und Bürger ungeimpft sind. Jetzt will die Regierung mit einem Tabu brechen: Spätestens Anfang März soll es eine allgemeine Impfpflicht geben, so hat es Bundeskanzler Olaf Scholz in Aussicht gestellt. Doch was nach energischem Durchgreifen klingt, entpuppt sich als Projekt mit vielen Fragezeichen. Weil es in Deutschland – anders als in Österreich – kein zentrales Impfregister gibt, weiß niemand, wer die Ungeimpften eigentlich sind. Wie eine Impfpflicht auf dieser Basis kontrolliert und durchgesetzt werden soll, ist völlig unklar. Zudem droht eine akute Impfstoffknappheit. Vieles spricht dafür: Vor dem nächsten Pandemie-Winter wird die Impfpflicht wohl keine Wirkung entfalten. Und das in einer Zeit, in der mit Omikron eine neue Mutante grassiert.

    Demonstranten tragen ein zweigeteiltes Plakat mit der Aufschrift "Freiheit". Bild: ZB
    ZB

    Corona-Pandemie - Der Kampf um die „Freiheit“

    Ein Staat, der einem vorschreibt, wohin man reisen und mit wem man sich treffen darf. Der einen verpflichtet zuhause zu bleiben. Ein Staat, der die Freiheit seiner Bürger einschränkt. All das nimmt der Großteil der Menschen seit fast zwei Jahren in Kauf, um frei von Krankheit zu bleiben. Doch es werden auch immer mehr Stimmen lauter, die sich im Corona-Deutschland unfrei fühlen. Sie gehen mit Querdenkern und Verschwörungsideologen auf die Straße oder fordern das Ende aller Maßnahmen anderswo lautstark ein. Auch die FDP hat mit ihren Rufen nach einem Freedom Day Wahlkampf gemacht. Doch so manches liberales Urgestein erkennt darin seine eigene Partei nicht mehr wieder, die sich den Kampf für die Freiheit seit jeher auf die Fahnen schreibt. Ist „Freiheit“ in der Pandemie zu einem politischen Kampfbegriff verlottert, der nur eine Freiheit im Blick hat?

    Der Intendant von dem Berliner Festspiele Thomas Oberender mit Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien und Landesvorsitzende der CDU Berlin bei der Eröffnung des Theatertreffen 2017 im Haus der Berliner Festspiele, Berlin, am 06.05.2017. Bild: imago/stock&people
    imago stock&people

    Arbeitsalltag am Theater - Schlaflosigkeit, Dauerstress, Gewichtsverlust

    Sobald es um Machtmissbrauch geht, denken viele an körperliche Gewalt. Doch gerade im Kulturbetrieb geht es meist um psychische und verbale Übergriffe, häufig ausgeübt durch den Intendanten. Vieles davon bleibt im Verborgenen. Und so hieß es auch im Juni, als der Intendant der Berliner Festspiele überraschend seinen Rückzug antrat, lediglich: dieser wolle sich neu orientieren. Doch eine monatelange Recherche von Kontraste, rbb24 Recherche und rbb Kultur zeichnet ein anderes Bild: Mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sprechen von erniedrigendem Führungsverhalten. Sie werfen ihm unter anderem psychischen Druck, verbale Abwertung und Drohgebaren vor. Offenbar konnte dieser über Jahre seinen Führungsstil aufrechterhalten und die Politik schaute nicht richtig hin. Der Intendant weist die Vorwürfe als falsch zurück.