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- Kontraste vom 23.08.2018 mit Gebärdenübersetzung

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Kontraste vom 23.08.2018

Abtreibung schwer gemacht: Immer weniger Ärzte bieten Schwangerschaftsabbrüche an +++ Lunapharm-Skandal weitet sich aus: Neue Ermittlungsakten und das Behördenversagen +++ Die Opfer des Exportweltmeisters - Wie Deutschland Arbeitslosigkeit in Europa produziert +++ Moderation: Astrid Frohloff

Abtreibung schwer gemacht - Immer weniger Ärzte bieten Schwangerschaftsabbrüche an

In ganz Niederbayern gibt es nur noch einen Arzt, der ungewollt Schwangeren hilft. Will eine Frau in Trier abtreiben, muss sie bis ins Saarland fahren. Immer öfter geraten Frauen in Not, weil immer weniger Ärzte Abtreibungen machen. Der Grund:  Die "Abtreibungsärzte" der 68er-Bewegung sind in Rente. Und die nächste Generation will den Kampf mit den Abtreibungsgegnern offenbar nicht mehr austragen. Denn sie werden bedroht und stigmatisiert.

Lunapharm-Skandal weitet sich aus - Neue Ermittlungsakten und das Behördenversagen

Der Skandal um gestohlene und möglicherweise unwirksame Krebsmedikamente aus Griechenland weitet sich aus. Kontraste liegen neue Ermittlungsakten aus Griechenland vor. Sie zeigen, wie international weit verzweigt das mutmaßlich kriminelle Netzwerk tätig war. Gleichzeitig wird das Ausmaß des Behördenversagens in Brandenburg immer größer. Viele betroffene Krebspatienten sind immer noch ahnungslos.

Die Opfer des Exportweltmeisters - Wie Deutschland Arbeitslosigkeit in Europa produziert

Deutschland ist nicht ohne Grund als "oberlehrerhaft" verschrien. Gerne erklären wir dem Rest der Welt, dass er sich an Verträge zu halten hat. Dabei ist gerade Deutschland ein "Weltmeister" im Regel-Brechen. Statt, wie bei der Einführung des Euro vereinbart, für stabiles Lohnwachstum und Inflation entsprechend der Produktivitätsentwicklung zu sorgen, spart und geizt Deutschland, wo es nur geht. Die Folge: deutsche Produkte sind gut - und vor allem preiswert. Ausländische Anbieter, wie französische Autozulieferer setzt das noch mehr unter Druck. Niedrige Mindestlöhne und zu geringe staatliche Investitionen hierzulande kosten dort Arbeitsplätze. Die Zeche zahlen deutsche Niedriglöhner und ein wachsendes Arbeitslosenheer in anderen EU-Ländern.