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- Kontraste vom 24.05.2018 mit Gebärdenübersetzung

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Kontraste vom 24.05.2018

+++ Hat Trump recht? – Warum Teheran trotz Atom-Abkommen eine Gefahr für den Frieden ist +++ Tiertransporte ins Ausland - Gequält und eingepfercht mit amtlicher Genehmigung +++ Angepöbelt und bedroht - Wie sich eine Rettungssanitäterin mit Kopftuch durchsetzt +++ Moderation: Astrid Frohloff

Hat Trump recht? - Warum Teheran trotz Atom-Abkommen eine Gefahr für den Frieden ist

Eine gemeinsame Front mit dem Iran und gegen die USA, das fordern EU-Ratspräsident Tusk und deutsche Politiker. Seit dem Ausstieg von US-Präsident Trump aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran geraten die außenpolitischen Maßstäbe ins Rutschen. So erscheint das islamistische Mullah-Regime in Teheran plötzlich als Verbündeter in der Auseinandersetzung mit dem jahrzehntelangen Partner im westlichen Bündnis. Dabei ist Trumps Kritik an dem Abkommen nicht neu und durchaus berechtigt: Mit seiner Hilfe hat der Iran an militärischer Stärke gewonnen, er schürt Konflikte in der Region und macht weiter Front gegen Israel. Und der Griff der Mullahs zur Atombombe scheint allenfalls verzögert, aber nicht verhindert.

Tiertransporte ins Ausland - Gequält und eingepfercht mit amtlicher Genehmigung

Rinder, die gequält und brutal abgeschlachtet werden - die Bilder von Schlachthöfen im Mittleren Osten sind offenbar auch für die Politik unerträglich geworden: So befürworten die Agrarminister der Länder inzwischen sogar einen Exportstopp in Drittstaaten - aber nur von Schlachttieren. Der Export von Rindern, die angeblich für die Zucht in anderen Ländern benötigt werden, geht indes munter weiter. Tagelang werden die Tiere eingepfercht in LKWs tausende Kilometer weit transportiert, teils bei sengender Hitze ohne ausreichend Wasser. Genehmigen müssen diese fragwürdigen Transporte die Veterinäre der Landkreise. Inzwischen verweigern zwar immer öfter Tierärzte ihre Unterschrift, aber für die Exporteure ist das kein Problem: sie wechseln dann in einen anderen Landkreis und das Geschäft läuft weiter. Kontraste traf Tierärzte, die aus ihrem Alltag berichten. Ihre Befürchtung: Einmal außerhalb der EU werden auch die Zuchtrinder abgeschlachtet - ohne Rücksicht auf Tierschutzbestimmungen.

Angepöbelt und bedroht - Wie sich eine Rettungssanitäterin mit Kopftuch durchsetzt

Zahra Mrowat behauptet sich in einer echten Männerdomäne behauptet. Die junge Muslima arbeitet als Rettungssanitäterin in Berlin. Wegen ihres Kopftuches muss sie sich immer wieder rechtfertigen und klarstellen, dass sie nichts mit Islamisten zu tun hat. Aber Intoleranz ist nicht das Einzige, mit dem sie konfrontiert wird, wenn sie Menschen in Not helfen möchte. Übergriffe und Beleidigungen gehören für sie und die Kollegen des Rettungsdienstes mittlerweile zum Alltag. Kontraste begleitet die Helfer bei Tag und Nacht durch Berlin. Lebensgefährlich verletzte gehören ebenso zu ihren Patienten wie vereinsamte Menschen, die immer öfter den Notruf wählen.