Bewaffnete Sicherheitskräfte im Irak. Foto: Kontraste
Kontraste
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- Razzia nach Kontraste-Recherche

Im September vergangenen Jahres berichtete Kontraste über die umstrittene Sicherheitsfirma Asgaard und deren Geschäftsführer Dirk G.. Nach dem Beitrag nahm der Generalbundesanwalt Ermittlungen auf. Am 19. Februar kam es zu Durchsuchungen der Wohn- und Büroräume des Asgaard-Geschäftsführers.

Anmoderation: Bewaffnete Spezialkräfte. Mit Tarnanzug und deutscher Flagge beim Einsatz im Irak. Dahinter steht nicht die Bundeswehr - sondern eine umstrittene Sicherheitsfirma. Über die haben wir vor fünf Monaten berichtet und auch über den stramm rechten Geschäftsführer dieser privaten Streitkräfte, der eine Bundestags- abgeordnete der Linken mit dem Tod bedroht haben soll. Soweit ging unsere Kontraste- Recherche  - und jetzt hat sie Konsequenzen. 

Am vergangenen Freitag hat das Bundeskriminalamt Wohn- und Büroräume des Geschäftsführers der Sicherheitsfirma Asgaard aus Hamm durchsucht. Geschäftsführer Dirk G. steht unter dem Verdacht, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben.

Kontraste hatte letztes Jahr über Todesdrohungen berichtet, die Asgaard-Chef Dirk G. gegen die Bundestagsabgeordnete Martina Renner gerichtet haben soll.

Ein Ex-Mitarbeiter behauptete damals im Interview mit uns: 

Bilaal Zaher, ehem. Mitarbeiter Asgaard

„Herr G. hat sich in einem Gespräch, an das ich mich erinnern kann, dazu geäußert, dass Frau Renner eliminiert werden müsste.“ 

Diese Aussage versicherte uns der Ex-Mitarbeiter an Eides statt. Asgaard-Chef Dirk G. wies die Anschuldigungen als falsch zurück.

Nach der Berichterstattung leitete der Generalbundesanwalt Ermittlungen gegen den Dirk G. ein, wie ein Sprecher gegenüber Kontraste bestätigte. Nach Kontraste-Informationen geht es dabei nicht nur um Drohungen gegen die Abgeordnete Renner. Selbstverständlich gilt für den Geschäftsführer die Unschuldsvermutung.