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    Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug
    rbb/Claudius Pflug

    - Kontraste vom 31.03.2022

    +++ Querdenker für Putin +++ Deutschland bremst EU-Sanktionen aus +++ Gefangen in Afghanistan +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

    Rettungskräfte in den Trümmern. Bild: rbb/Kontraste
    rbb/Kontraste

    Verschwörungstheorien in Deutschland - Querdenker für Putin

    Putin wolle in der Ukraine nur Biowaffen-Labore zerstören. Und die Bilder von toten Zivilisten seien von westlichen Geheimdiensten manipuliert. Es sind krude Verschwörungsideologen und Falschinformationen, die sich in der Querdenker-Szene breit machen. Auf Demonstrationen werden nun russische Fahnen geschwenkt. Eine Begeisterung für Russland, die bereits 2014 mit dem Ukraine-Konflikt und den so genannten „Mahnwachen für den Frieden“ begann. Ein Bündnis, dem sich auch Antisemiten und Rechtsextreme anschlossen. Viele Akteure, die heute im Querdenker-Milieu eine Rolle spielen, mischten damals schon mit – etwa Jürgen Elsässer, rechtsradikaler Vordenker und Chefredakteur des „Compact“-Magazins. Welche Rolle spielt dabei russische Desinformation?

    Videoansprache des Praesidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj im Vorfeld der 21. Sitzung des Deutschen Bundestag in Berlin. Bild: Jens Krick/Flashpic
    Flashpic

    Öl, Gas und andere Rohstoffe - Deutschland bremst EU-Sanktionen aus

    Schon vor Kriegsbeginn hatte die Ampel angekündigt: Deutschland sei bereit, einen hohen Preis zu zahlen für scharfe Wirtschafts-Sanktionen gegen Russland. Tatsächlich aber bremst die Bundesregierung derzeit andere EU-Länder aus, nicht nur was ein mögliches Embargo von Öl und Gas aus Russland angeht. Nach Kontraste-Recherchen hat die Bundesregierung aktiv verhindert, dass die EU Sanktionen gegen zahlreiche Metalle erlässt, die aus Russland importiert und die vor allem von der deutschen Auto-Industrie benötigt werden. So rollt der Rubel weiter, während die Ukraine buchstäblich ums Überleben kämpft.

    Frauen mit Burka in der afghanischen Ortschaft Balkh bei Mazar-i-Sharif. Bild: MOHD RASFAN/AFP
    AFP

    Situation der Frauen - Gefangen in Afghanistan

    „Bitte vergesst uns nicht“, „Bitte rettet uns“ – solche Sprachnachrichten bekommt die Journalistin Natalie Amiri tagtäglich von Mädchen aus Afghanistan. Sie richten sich auch an die deutsche Bundesregierung, die versprochen hatte, so viele Menschen wie möglich rauszuholen. Seit vielen Monaten versucht Amiri Frauen bei ihrer Flucht nach Deutschland zu unterstützen. Auch die zwei Schwestern Zahra und Manizha Abbasi: Zahra darf nicht mehr zur Schule gehen, Manizha – eine bekannte TV-Moderatorin – nicht mehr arbeiten. Sie beide haben Angst vor den Taliban, vor Zwangsheirat und Vergewaltigung. Seitdem der Westen ihre Heimat im Stich gelassen hat, ist ihr Leben ein Albtraum. Die neuen Machthaber treten die Rechte von Frauen immer mehr mit Füßen. Im Schatten des Krieges in der Ukraine setzen sie ihr strenges Regime rigoros durch.