Kreuz auf dem Eingangstor
Symbolbild: Katholische Wohnsiedlung | Bild: imago/epd

Wohnkultur - Bete und lebe - Neue Wohnsiedlung für Katholiken

In Łomianki bei Warschau wird derzeit eine katholische Einfamilienhaussiedlung gebaut.

Eine Kapelle, Schutzpatronen vor Häusern und ein Brotofen: die Wohnsiedlung namens "Przystań" ist eine der ersten katholischen Wohnsiedlungen, die derzeit in der Nähe von Warschau gebaut wird (…). Die ersten 32 Familien sollen dort im Jahr 2022 einziehen.
 
"Das Bauprojekt ist eine Antwort auf die wachsende Nachfrage nach Wohnsiedlungen für Familien, die gemeinsame Werte teilen (…)", erklären die Bauherren auf ihrer offiziellen Webseite.
 
Der Bau von Einfamilienhäusern hat bereits begonnen. (…) Neben den Einfamilienhäusern soll in der Siedlung ein Kindergarten, ein Sportplatz, ein Ort für Gemeindetreffen, eine Kapelle sowie ein Platz der Stille entstehen.
 
Ideengeber und Realisatoren des Bauprojekts sind Anna und Kamil Kwiatkowski. In einem Interview mit der katholischen Tageszeitung "Gość Niedzielny" erklärt das Ehepaar, dass sie das Anwesen so bauen als ob es für sie selbst wäre: funktional, mit guten Materialien, aber zu einem guten Preis. Sie planen zudem regelmäßig Exerzitien [Anm. d. Red.: Exerzitien sind geistliche Übungen, die abseits des alltäglichen Lebens zu einer intensiven Besinnung und Begegnung mit Gott führen sollen.] und Workshops für Ehepartner zu organisieren.
 
"Wir haben die Wohnsiedlung "Przystań" [Anm. d. Red. zu Deutsch: Zufluchtsort) genannt, weil wir wollen, dass Familien hier einen Ort der Ruhe finden. Unsere Mitglieder sollen ihr Leben auf dem Fundament des Glaubens aufbauen", so Anna und Kamil Kwiatkowski. Und sie betonen, dass "sie niemanden ausschließen werden": „Wir sind offen für alle, die in Harmonie, nachbarschaftlicher Freundschaft leben und sich zu unseren Werten bekennen wollen."
 
Die erste katholische Wohnsiedlung wurde 2012 im Warschauer Stadtbezirk Bielany gegründet. Deren Investorin, Emilia Sitarczuk, erklärte: "Wir schätzen Menschen, die mit der Kirche verbunden sind. Aber wir schließen diejenigen, die es nicht sind auch nicht aus."
 
Fragment aus dem Bericht von Zuzanna Bukłaha, Gazeta Wyborcza, 15. November 2020

Übersetzung: Julia Karwatzki

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