"Pink Box", Box mit Hygieneartikeln, wie Tampons und Binden, die kostenlos zur Verfügung gestellt werden, um die Menstruationsarmut zu bekämpfen
"Pink Box" in der sich Tampons und Binden befinden, die kostenlos zur Verfügung gestellt werden. | Bild: Dawid Żuchowicz / Agencja Gazeta

Danzig stellt kostenlos Binden und Tampons zur Verfügung - Rosafarbene Boxen gegen Menstruationsarmut

Danzig ist die erste lokale Stadt-Regierung, die beschließt, in den Gebäuden des Rathauses rosafarbene Boxen mit Menstruationshygieneartikeln zu installieren. Die Kisten mit den Damenbinden und Tampons sollen künftig auch an Gymnasien verteilt werden.
 
Die Initiative dazu kam von der Vorsitzenden des Danziger Stadtrates, Agnieszka Owczarczak, die beschlossen hatte, den Kampf gegen die Menstruationsarmut zu unterstützen.
 
Die Idee der "Pink Box" stammt ursprünglich von Aktivisten aus Breslau. Sie fordern einen universellen Zugang zu Hygieneprodukten, wie Damenbinden und Tampons, im öffentlichen Raum. Die meisten der rosafarbenen Boxen befinden sich in Niederschlesien. In Breslau gibt es fast 50 Stück. Sie sind in Schulen, Universitäten oder Sozialzentren vorzufinden.
 
"Initiiert wurden die rosafarbenen Boxen mit den Damenbinden und Tampons von (...)Studentenräten und Aktivisten.", sagt Adrianna Klimaszewska von der Initiative "Różowa Skrzyneczka" ("Rosa Box") und fügt hinzu: "Kulturelle Einrichtungen, wie Museen, Theater, Bibliotheken und Kinos beteiligen sich stark an der Aktion. Mittlerweile setzen sich auch zunehmend lokale Regierungen dafür ein, die Bewohner für die Dauer ihrer Menstruation mit Hygieneprodukten zu versorgen.
 
Viele Länder der Welt haben mit Menstruationsarmut zu kämpfen. Neuseeland hat bereits kostenlose Hygieneprodukte für Mädchen in Schulen eingeführt. Schottland ist das erste Land, das allen Frauen kostenlose Damenbinden und andere Hygieneprodukte zur Verfügung stellt. In Frankreich werden allen Studenten kostenlose Hygieneprodukte zur Verfügung gestellt.
 
Fragment aus dem Bericht von Dorota Karaś, 15. März 2021, Gazeta Wyborcza

Übersetzung: Julia Karwatzki

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