Kowalski und Schmidt: Kulturtipps Mädchenorchester und Extasya (Quelle: rbb)
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Musiktheater "Mädchenorchester" – Sexy Circus "Extasya" - Kulturtipps

„Mädchenorchester“ – Musiktheater nach Erinnerungen der Mitglieder des Frauenorchesters Auschwitz im Heimathafen Neukölln +++ „Extasya“ – eine Zirkusshow der beiden Luftakrobaten Chris Kiliano und Robert Choinka aus Polen im Pfefferwerk Theater, Berlin

Kowalski und Schmidt: Kulturtipp "Mädchenorchester" (Quelle: rbb)
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Kulturtipp: Musiktheater "Mädchenorchester"

Theaterprobe in einer Turnhalle: „Mädchenorchester“ heißt das neue Stück des Musiktheaters der spreeagenten.

Aus Erinnerungen ehemaliger Mitglieder des Mädchenorchesters von Auschwitz  hat Susanne Chrudina ein Stück geschrieben. Über Musikerinnen, die sich Tag für Tag ihr Überleben „erspielen“ mussten. Zum Vergnügen der SS-Offiziere. Während die Menschen in die Gaskammern getrieben wurden.

Susanna Chrudina (off und on) Regisseurin „Mädchenorchester“:
"Wir sind Künstlerinnen, die dieses Thema auf die Bühne bringen und fragen uns auch, was wäre, wenn wir  gezwungen wären, das “ in den Dienst“ zu stellen.  Wie verhalte ich mich?  Auf der einen Seite, beschädigt es meine Kunst, wenn sie „missbraucht“ wird? Oder ist Kunst so stark, dass immer etwas bleibt, was wirklich so frei und unantastbar ist?"

Musiker und Darsteller bilden einen gemeinsamen Klangkörper der Erinnerungen. Es sind Erinnerungen des Schreckens und der Erniedrigung.

O-Ton (szenisch)
"Und immer wenn der Kamin gebrannt hat, und die SS sortiert hat, mussten diese armen Mädels mit Violine, mit Musik… durch das Lager ziehen."

Verstörend auch der Besuch des Orchesters in den Krankenbaracken.

O-Ton (szenisch)
"Die Frauen waren sehr mager und krank, sie sind umher gelaufen und haben uns mit großen Augen angesehen."

Das Zusammenspiel von Berliner Schülern und Schauspiel- und Musikprofis verleiht der Aufführung Authentizität – auch die Mitglieder des Mädchenorchesters von Auschwitz waren zum Teil erst 16 Jahre alt.

Das Stück „Mädchenorchester“ hat am 29. August Premiere im Heimathafen Neukölln in Berlin.

Autorin Milena Hadatty

 

Kowalski und Schmidt: Kulturtipps - Extasya (Quelle: rbb)

Kulturtipp: Sexy Cirus "Extasya"

Die jüngste Berliner Akrobatik und Artistik-Show heißt „EXTASYA“,  ein moderner Zirkus für Erwachsene. Gegründet wurde er von zwei Artisten: Robert Choinka aus Polen und seinem Kompagnon Chris Kiliano.

Robert Choinka gibt den coolen Macho, der seine akrobatischen Kunststücke in der Autowerkstatt vorführt.

Chris  Kiliano mimt den "verzweifelten Romeo".  Beide haben auf  viele Bühnen Erfahrungen gesammelt, bevor sie sich trauten, die erste eigene Show zu produzierten.  Mit Extasya wollen sie ein internationales, junges Publikum erreichen.

Robert Choinka, Artist und Veranstalter (off und on)
"Das Programm ist größtenteils nonverbal, das heißt man muss nicht Deutsch sprechen, um die Show genießen zu können."

Bis zum 17. August läuft „EXTASYA“ täglich im Pfefferberg Theater in Berlin.

Autorin Milena Hadatty

 

Und in voller Länge...

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