Polnische Sprachbücher; Bild: rbb
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- Warum Deutsche Polnisch lernen

"Mowisz po Polsku?" - "Sprichst du Polnisch?" Jeder Hundertste in Brandenburg könnte diese Frage wohl mit "ja" beantworten. Denn immer mehr Schülerinnen und Schüler entscheiden sich in Berlin und Brandenburg für Polnisch als Fremdsprache.

Theresa Dühn:
"Ich bin Theresa und ich lebe hier in Berlin. Ich habe angefangen, Polnisch zu lernen, um mich auf ein Praktikum vorzubereiten. Ich studiere Ökologische Landwirtschaft, Öko-Agrar- Management, und für mich war klar: Ich mach‘ das in Polen."

Mittlerweile kann sich Teresa Dühn ganz gut auf Polnisch verständigen. Gelegenheiten, in Berlin Polnisch zu sprechen, gibt es mehr als genug.

Theresa Dühn: "Grüß dich Leszek."

Leszek: "Hi Theresa, wie geht's?"

Theresa: "Alles gut und bei dir?"

Leszek: "Danke, gut. Was solls heute sein?"

Theresa: "Ich hätte gerne Sauerkraut."

Leszek: "Das ist das letzte Glas. Ich packe es dir ein. Das Sauerkraut ist nicht pasteurisiert und da läuft es manchmal aus...”

( Theresa: "Danke!")

Seit Polen zur EU gehört lernen immer mehr Deutsche Polnisch. Vor allem in den östlichen Bundesländern, wo Polnisch auch an Kindertagesstätten und Schulen unterrichtet wird.

Theresa Dühn:
"Ich finde, was an der Sprache so interessant ist, dass sie so viel Rhythmik hat. Manchmal erinnert sie mich an was Portugiesisches oder Brasilianisches. Die hat was Südländisches und trotzdem was Osteuropäisches - faszinierend ist es!"

Frau sitzt vor Laptop; Bild: rbb

Izabela Ajdinovic unterrichtet Polnisch an der Volkshochschule Pankow – momentan wegen der Corona-Epedemie von zu Hause aus per Livescreen. Die studierte Fremdsprachenlehrerin kam vor 20 Jahren aus Polen nach Berlin. Was hat sich seit damals verändert?

Izabela Ajdinovic:
"Ich kann nicht sagen, dass Polnisch sexy ist - so wie Berlin sexy ist - aber es hat sich ganz viel geändert. Polen hatte ganz schlechte Karten noch vor 20 Jahren. Polnische Sprache, polnischer Akzent war nicht so angenehm für deutsche Ohren. Jetzt ist es ganz anders. Jetzt hört man oft: Es ist eine sehr schöne Sprache. Ich liebe meine Sprache, ich mag die polnische 'SZCZSZRZ.... szumi, szelesci ' - aber dass die Deutschen auch dazu kommen es zu lieben, das freut mich echt.”

Vor allem weil Polnisch als die schwerste der slawischen Sprachen gilt. Sieben Fälle – und nicht vier wie im Deutschen – dazu die vielen Zischlaute und Sonderfälle. Izabela Ajdinovic weiß, welche großen Herausforderungen sich ihre Schüler stellen müssen. "Jetzt sehe ich die Deutschen, die Polnisch lernen, als eine besondere Gruppe. Das sind Leute, die sehr weltoffen sind, die wenig Vorurteile haben. Die sind abenteuerlich und die wollen das Leben erforschen."

So wie es Theresa Dühn während ihres Praktikums in Polen gemacht hat. In einem Webblog hat sie über ihr "polnisches Abenteuer" berichtet. Ein Auszug davon:

Theresa Dühn:
"Ich füttere Ziegen, stemple Käselaibe, backe und verkaufe Brot. Hacke Heu und gable es auf. Fahre Traktor, dresche und säubere Saatgut, feiere Familienfeste und lerne polnische Küche lieben. Ich höre morgens Kraniche fliegen, kann abends unendlich viele Sterne sehen und lerne so viele nette, inspirierende Menschen kennen. Ich bin jeden Tag überdreckig, habe Stroh in den Haaren, Blasen an Händen und überall Kratzer - und mein inneres Kind freut sich. Dankbar bin ich. Sehr, sehr dankbar."

Autorin: Joanna Ratajczak

So wie es Theresa Dühn während ihres Praktikums in Polen gemacht hat. In einem Webblog hat sie über ihr „polnisches Abenteuer“ berichtet. Ein Auszug davon:

25:36

Theresa Dühn (deutsch)

„Ich füttere Ziegen, stemple Käselaibe, backe und verkaufe Brot.

Hacke Heu und gable es auf. Fahre Traktor, dresche und säubere Saatgut, feiere Familienfeste und lerne polnische Küche lieben.

Ich höre morgens Kraniche fliegen, kann abends unendlich viele Sterne sehen und lerne so viele nette, inspirierende Menschen kennen.

Ich bin jeden Tag überdreckig, habe Stroh in den Haaren, Blasen an Händen und überall Kratzer - und mein inneres Kind freut sich.

Dankbar bin ich. Sehr, sehr dankbar.”

Autorin: Joanna RatajczaAutorin Joanna Ratajzak

So wie es Theresa Dühn während ihres Praktikums in Polen gemacht hat. In einem Webblog hat sie über ihr „polnisches Abenteuer“ berichtet. Ein Auszug davon:

25:36

Theresa Dühn (deutsch)

„Ich füttere Ziegen, stemple Käselaibe, backe und verkaufe Brot.

Hacke Heu und gable es auf. Fahre Traktor, dresche und säubere Saatgut, feiere Familienfeste und lerne polnische Küche lieben.

Ich höre morgens Kraniche fliegen, kann abends unendlich viele Sterne sehen und lerne so viele nette, inspirierende Menschen kennen.

Ich bin jeden Tag überdreckig, habe Stroh in den Haaren, Blasen an Händen und überall Kratzer - und mein inneres Kind freut sich.

Dankbar bin ich. Sehr, sehr dankbar.”

Autorin: Joanna RatajczaAutorin Joanna Ratajzak

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