Sechs ältere Männer in Badehose halten Besen in der Hand (Quelle: Filmuniversität Babelsberg)
Bild: Filmuniversität Babelsberg

Dokumentarfim von Hristiana Raykova | Perspektive Deutsches Kino - Die Grube

Was auf den ersten Blick wie ein wunderschönes Spa am Meer aussieht, nennen die Menschen aus Varna nur "Die Grube". Ein filmisches Porträt bulgarischer Gegenwart und die Untersuchung eines Mikrokosmos, der für eine ganze Gesellschaft steht.

Es ist Winter, 5 Grad und das Wasser dampft. Die Menschen sitzen im heißen Wasser, angelehnt am Beckenrand. Hinter ihnen das Meer, eine unendliche Weite. Die Stammbesucher des Beckens sind die Protagonisten: Der Taxifahrer Dimtscho, der mit 61 Jahren an der Grube die Liebe findet.

Der pensionierte Musiker Alexander, der seine Zimmer an Touristen vermieten will und von seiner Zeit als Frauenheld erzählt. Genadi, der sich wie ein liebevoller Hausmeister um die Grube kümmert und der seinen Traum von einem Streichelzoo lebt. Und Bobi, der obdachlos ist und nachts an der Grube auf den Strich geht.

Einzelne Biographien, berührende persönliche Geschichten, zwischenmenschliche Konflikte und aufregende Diskussionen fügen sich zu einem vielfältigen Bild zusammen. In der Grube treffen Weltbilder und politische Überzeugungen aufeinander und erzählen von gesellschaftlichem Wandel und Stillstand am Rande Europas.

Eine Koproduktion der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) gefördert durch das Medienboard Berlin-Brandenburg.