vorn: Rafael Gareisen (Andrees) Janina Fautz (Maren) Axel Prahl (Iven) Gabriela Maria Schmeide (Stine) Leonie Bongatz (Drehbuch) hinten: Thorsten Flassnöcker (Produzent) Ole Kampovski (Redakteur) Klaus Knoesel (Regie) Philipp Timme (Kamera); NDR/Marion von der Mehden
vorn: Rafael Gareisen (Andrees) Janina Fautz (Maren) Axel Prahl (Iven) Gabriela Maria Schmeide (Stine) Leonie Bongatz (Drehbuch) hinten: Thorsten Flassnöcker (Produzent) Ole Kampovski (Redakteur) Klaus Knoesel (Regie) Philipp Timme (Kamera) | Bild: NDR/Marion von der Mehden

5 Fragen an... - Redaktion: Ole Kampovski

Redakteur Ole Kampovski würde gern einmal mit Sindbad dem Seefahrer zu Abend essen um neue Geschichten von ihm hören.

Warum haben Sie sich für die Verfilmung von "Das Märchen von der Regentrude" entschieden?

Einerseits handelt es sich bei der Regentrude um ein wunderschönes klassisches romantisches Märchen, andererseits steht nicht ein junger Prinz im Mittelpunkt sondern eine starke Frauenfigur. Zugleich ist das Märchen von Theodor Storm heute aktueller denn je. Es geht darum, wie Klimaveränderung unsere Umwelt verändert. Nicht nur unsere Umwelt im Sinne der Natur sondern auch, wie sie alles was wir lieben, sehr direkt bedroht. Die junge Heldin findet sich mit ihrem scheinbar klaren Schicksal nicht ab sondern nimmt all ihren Mut zusammen um für das zu kämpfen, was ihr wichtig ist.

Wie würden Sie Ihr Märchen interpretieren? Was ist daran noch wichtig für die heutige Zeit?

Wenn man etwas zum Besseren verändern will, dann muss man dafür kämpfen, sich engagieren auch wenn die meisten Menschen sagen würden, dass es doch eh nichts hilft und dass es sich nicht lohnt. Das gilt in der Regentrude für Maren, die es schaffen will, dass es endlich wieder regnet und es gilt in unserer Gegenwart genauso für Menschen, die sich für Umweltschutz oder Menschenrechte einsetzen.

Was war für Sie die größte Herausforderung bei dieser Produktion?

Eigentlich der Norddeutsche Sommer - aber das hat ja in diesem Jahr hervorragend geklappt. Aber im Ernst, es war teilweise schon unheimlich, wie sehr die verbrannten Felder, die wir in Deutschland zurzeit haben, den Beschreibungen in dem Märchen „Die Regentrude“ gleichen.

Was hat Ihnen beim Dreh besonders Spaß gemacht? Gab es besonders schwierige Momente?

Ein paar schwierigere Momente gibt es ja eigentlich immer. Aber wenn der Dreh abgeschlossen ist und das Ergebnis so toll aussieht, wie bei der Regentrude, dann hat man das auch ganz schnell wieder vergessen. Was wirklich Spaß gebracht hat, war dem tollen Schauspieler-Ensemble Janina Fautz, Rafael Gareisen, Axel Prahl und Gabriela Maria Schmeide bei der Arbeit zuzuschauen.

Bei welcher Märchenfigur, an welchem märchenhaften Ort würden Sie gerne an die Tür klopfen?

Ich würde gern einmal mit Sindbad dem Seefahrer zu Abend essen um neue Geschichten von ihm zu hören.