Anke Sperl (Quelle: rbb)

5 Fragen an... - Redakteurin: Anke Sperl

Redakteurin Anke Sperl hat es immer gereizt, einen Klassiker neu zu inszenieren.

1. Warum haben Sie sich entschieden, „Das singende, klingende Bäumchen“ zu verfilmen?

„Das singende, klingende Bäumchen“ gehört zu den Klassikern der DEFA. Wer, wenn nicht der Rundfunk Berlin-Brandenburg, mit Sitz auf dem ehemaligen Gelände der DEFA, sollte es neu verfilmen? Als Kind habe ich das Märchen geliebt. Aus Erzählungen meiner Mutter weiß ich, dass die Prinzessin – gespielt von Christel Bodenstein – der Traum aller jungen Frauen war.  Weiterhin hat mich die Herausforderung gereizt, einen Klassiker neu zu inszenieren.

2. Was war für Sie die größte Herausforderung bei der Neuinterpretation des Stoffes?

Mein Respekt vor dem Klassiker aus dem Jahr 1957. Ich habe mich immer wieder gefragt: Wie weit können wir mit unserer Neuinterpretation gehen, denn mit dem Märchen sind Generationen groß geworden. Andererseits gibt es in zwischen eine neue Generation, die die Verfilmung aus dem Jahr 1957 nicht kennt. Erinnerungen und Erwartungen miteinander zu verknüpfen, war meine größte Herausforderung.

3. Im Buch wirft die Amme dem König vor, er würde seine Tochter – die Prinzessin – vom Leben fernhalten. Hat die Amme Recht und erklärt das den etwas schwierigen Charakter der Prinzessin?

Die Prinzessin  ist ohne ihre Mutter aufgewachsen und ihr Vater hat wenig Zeit für sie. Er liebt seine Tochter, aber er muss ein Land regieren. Er versteht seine Liebe darin, seine Tochter vor allen äußeren  Einflüssen zu beschützen, ihr einen Mann zum Heiraten und Regieren auszusuchen und ansonsten hat er die Erziehung seiner Tochter in die Hände der Amme legt. Aber sie alle können die Liebe einer Mutter und die Geborgenheit einer Familie nicht ersetzen. Somit wächst eine egoistische, selbstverliebte und hochnäsige Prinzessin heran,  die erst lernen muss, was Liebe ist.

4. Gab es bei den Dreharbeiten besonders schwierige Momente?

Eine Herausforderung war das Wetter. Wir hatten alles: Platz- Dauer- und Starkregen, Wind oder heiße Tage mit knapp 40 Grad in der Sonne.

5. Sie haben einen Wunsch frei: Welches Märchen würden Sie gerne verfilmen?

„Der Wolf und die sieben Geißlein“. Das bekannte Märchen fehlt noch in der Reihe „Sechs auf einen Streich“. Warum wohl?

Fünf Fragen an die Macher

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