Anke Sperl (Quelle: rbb)
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5 Fragen an... - Redakteurin: Anke Sperl

Redakteurin Anke Sperl ist fasziniert von Schief und Krumm. Die beiden Seelenverwandten sind grundgütige etwas naive Figuren.

1. Hatten Sie als Kind ein Lieblingsmärchen? Und wenn ja, warum dieses?

Ich liebte das Märchen „Das Schloss hinter dem Regenbogen“. Die Liebe hat bis heute gehalten, weil es alles hat, was ein gutes Märchen braucht. 

2. Wie würden Sie Ihr Märchen interpretieren? Was ist daran noch wichtig für die heutige Zeit?

In unserer Neuinterpretation des Märchens spielen Themen wie Natur vs. Konsum, Oberflächlichkeit vs. echte Gefühle eine große Rolle. Für uns war besonders wichtig, die Einfachheit der Natur in ihrer ganzen Schönheit einer konsumorientierten und manchmal sehr oberflächlichen Welt, wie die der unseren entgegenzusetzen und eine Besinnung auf tiefe und nachhaltige Werte zu vermitteln.     

3. Das Märchen von Hans Christian Andersen hat ein sehr unglückliches Ende. In Ihrer Adaption finden Prinz und Prinzessin schließlich doch zueinander. Warum haben Sie sich für diesen neuen Ansatz entschieden?

Bei den Vorbesprechungen und in der Drehbuchphase haben wir lange diskutiert, in welche Richtung unser neues Märchen gehen soll. Für uns war ziemlich schnell klar, dass wir der Liebe der beiden Hauptfiguren eine Chance geben möchten und trotzdem den beiden in ihrem Reifeprozess unterstützen wollten. So ist es uns gelungen, die für Andersen wichtigen Themen anzusprechen ohne den Zuschauern ein Happy End zu vorenthalten.  

4. Welche Figur finden Sie bei „Der Schweinehirt“ besonders faszinierend?

Schief und Krumm. Die beiden Seelenverwandten sind grundgütige etwas naive Figuren, die außerdem für jeden Spaß zu haben sind. Man bräuchte mehr von solchen Charakteren…und nicht nur im Film!

5. Sie haben einen Wunsch frei: Welches Märchen würden Sie gerne verfilmen?

Darf ich auch zwei Wünsche haben? Dann „Das Schloss hinter dem Regenbogen“ und „Der Wolf und die sieben Geißlein“. Beim Letzteren durchaus der Herausforderung bewusst.

Fünf Fragen an die Macher

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