König Drosselbart; Quelle: HR/Jacqueline Krause-Burberg

Märchenfilm Deutschland 2008 - König Drosselbart

Das Märchen erzählt die Geschichte von der stolzen Prinzessin Isabella von Geranien, deren Vater sie vermählen möchte. Doch an jedem Anwärter hat die schöne Prinzessin etwas auszusetzen.

"König Drosselbart" wurde vom Hessischen Rundfunk in Co-Produktion mit der Kinderfilm GmbH neu verfilmt. Das Grimmsche Märchen wurde auf Schloss Braunfels bei Wetzlar, der Ronneburg bei Hanau, im Schloß Büdingen, im Schloßpark Wilhelmshöhe in Kassel und im nordhessischen Reinhardswald gedreht. Die Hauptrollen haben Ken Duken ("Störtebeker") und Jasmin Schwiers ("Bis in die Spitzen"). In weiteren Rollen sind unter anderem Felicitas Woll ("Berlin, Berlin") und Arthur Brauss ("Steiner – das eiserne Kreuz").

Regie führte Sibylle Tafel, an der Kamera stand Armin Alker, die Musik stammt von Enjott Schneider. Produzentin ist Ingelore König (Kinderfilm GmbH), die Redaktion hat Patricia Vasapollo (HR).

Sogar den edlen Richard von Begonien (Ken Duken) weist sie zurück und verspottet ihn als "König Drosselbart". Der König ist so entzürnt, dass er seine Tochter mit dem nächsten Bettelmann vermählt und aus dem Schloss jagt. Gedemütigt muss die Schöne fortan in einer kleinen Hütte leben und Geld verdienen, um nicht zu verhungern. Doch Isabellas bettelarmer Ehemann ist nicht der, für den sie ihn hält. Im Kostüm des einfachen Spielmanns möchte Richard seiner Auserwählten den Hochmut austreiben.
Erstausstrahlung am 25.12.2008/ ARD1.

Zum Inhalt:

Ein König hatte eine Tochter, die war über alle Maßen schön, aber dabei so stolz und übermütig, dass ihr kein Freier gut genug war. Sie wies einen nach dem andern ab und trieb noch dazu Spott mit ihnen.

Einmal veranstaltete der König ein großes Fest und lud dazu aus der Nähe und Ferne die heiratslustigen Männer ein. Sie wurden alle in eine Reihe nach Rang und Stand geordnet: Erst kamen die Könige, dann die Herzöge, die Fürsten, Grafen und Freiherrn, zuletzt die Edelleute. Nun wurde die Königstochter durch die Reihen geführt, aber an jedem hatte sie etwas auszusetzen.

Besonders aber machte sie sich über einen guten König lustig, der ganz oben stand und dem das Kinn ein wenig krumm gewachsen war. "Ei", rief sie und lachte, "der hat ein Kinn, wie die Drossel einen Schnabel!" Und seit der Zeit bekam er den Namen Drosselbart. Der alte König aber, als er sah, dass seine Tochter nichts tat, als über die Leute spotten, und alle Freier, die da versammelt waren, verschmähte, wurde zornig und schwor, sie sollte den ersten besten Bettler zum Manne nehmen, der vor seine Türe käme.

Als Musik unter dem Schlossfenster zu hören war, stand der König auf und sah einen armen Spielmann unten stehen. Er befahl ihm hinaufzukommen und rieft nach einem Pfarrer, um die Heirat zu vollziehen. Ein König hält schließlich sein Wort! Gemeinsam mit dem Spielmann zogen sie aus dem Schloss. Auf dem Weg kamen sie an einer Wiese vorbei.

Als die Königstochter erfuhr, dass sie dem König Drosselbart gehört, antwortet sie: "Ich arme Jungfer zart, hätt’ ich genommen den König Drosselbart". Als sie später durch einen Wald kamen, stellte sie die gleiche Frage und erhielt die gleiche Antwort.

Ihr neues Zuhause war karg und an das neue Leben in Armut konnte sie sich nur schwer gewöhnen. Sie musste ohne Personal leben, waschen, kochen, Feuermachen und auf dem Markt Geschirr verkaufen. Ihre Erlebnisse dort und ihr neues Leben veränderten sie und ihr Hochmut wich Güte und Fleiß.

Am Ende heirateten Isabella und Richard und die beiden Königreiche lebten friedlich nebeneinander.

Nach der Vorlage der Brüder Grimm

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