Christian Heller, Foto: Caterina Rönnert

Zoo Berlin/ Aquarium - Christian Heller: Abtauchen im Haibecken

Alle drei Wochen muss das Haibecken gereinigt werden. Für den leidenschaftlichen Taucher Heller ist das Routine.

"Haie sind sensibel"
Wenn Heller in seinen Taucheranzug steigt, um die Becken zu reinigen, begibt er sich in eine andere Welt: in die der Haie. Und die fühlen sich oftmals genervt von dem ständigen Besucher. Gefährlich ist dieser Einsatz jedoch nicht, versichert Heller. Schließlich passe er nicht in das Futterschema der Tiere. Dafür sei er viel zu groß und präsent. Außerdem sind Haie sehr sensibel und schwimmen eher vor ihm weg. Manchmal gibt es jedoch schon den ein oder anderen, der sich neugierig an den Fensterputzer heranwagt. "Man muss sich dann mit ihnen auseinandersetzen und sie schon mal wegschieben."
Sandtigerhai Nicki, Quelle: RBB
Inspiration auf den Malediven
Die Unterwasserwelt ist Hellers Welt. Als leidenschaftlicher Taucher zieht es ihn auf seinen Reisen immer wieder zum Meer. Besonders beeindruckt war er von seinen Beobachtungen auf den Malediven. Da er und sein Team die Lebensräume der Fische meeresähnlich nachbilden, ist es einfacher, wenn man diese schon in Natura gesehen hat. Man kann auf alle Lebensumstände Einfluss nehmen, erklärt Heller begeistert, von der Manipulation der Wassertemperatur bis hin zum Laichen der Fische.
"Mein erstes Becken war 25 Liter groß und aus Plexiglas"
Schon als Kind war der Wunsch nach Fischen groß. Nachdem er seine Eltern gelöchert hat, ihm den Wunsch eines Aquariums zu erfüllen, hatte er schon bald sieben Aquarien in seinem Zimmer zu bewirtschaften. Der Traum, in einem Aquarium zu arbeiten, lag da nicht fern. Besonders die Arbeit im Berliner Aquarium liegt ihm am Herzen, da das Haus den Werdegang der Aquaristik widerspiegele und sehr wertvoll sei, so Heller. Ein Traum wäre jedoch ein zusätzliches neues Haus, in dem man Freiwasser darstellen könnte. Das wäre nicht nur ein weiteres Highlight im Zoo Berlin, sondern auch ein idealer Ort zum Tauchen für Heller.