Reviertierpfleger Christian Möller, Foto: Silke Weiß

Zoo Berlin - Interview mit Reviertierpfleger Christian Möller

"...ich bewege mich oft und gerne an der frischen Luft."
Für welche Tiere sind sie hier im Tierpark/Zoo zuständig?
Ich bin verantwortlich für das Erweiterungsgelände, in unserem Revier sind die Strauße, Kamele, Laufvögel, Nagetiere und Pferde.

War der Beruf des Tierpflegers eigentlich schon immer ihr Berufswunsch Nummer 1?
Ja, wie sicherlich bei vielen anderen Kollegen auch. Ich habe mich gleich hier beworben und das hat dann auch gleich geklappt. Ich bin seit 1988 hier im Zoo, zuerst im Pferdehaus und seit 2007 bin ich nun Reviertierpfleger im Erweiterungsgelände.


Haben sie unter den von Ihnen betreuten Tieren auch einen ganz besonderen Liebling? Wenn ja, was ist an ihm/ihr so besonders?
Es sind mir schon alle Tiere ans Herz gewachsen. Einige Tiere sind zutraulicher als andere und da kann es schon vorkommen, dass man die schon sehr gern hat. Wir haben z.B. ein Wasserschwein, die Elena, das ist eigentlich kein Wasserschwein. Eigentlich sind es nämlich Fluchttiere, aber Elena ist immer gut gelaunt, lässt sich streicheln, kommt zu einem her und die ist schon einmalig.


Was gefällt Ihnen an ihrem Beruf besonders?
Die körperliche Arbeit an der frischen Luft und die Tiere. Ich bin kein Büromensch, ich bewege mich auch privat sehr gerne und da passt das hier schon sehr gut.


Können Sie sich an eine lustige oder dramatische Begebenheit erinnern?
Einem Kollegen von mir ist es schon mal passiert, dass sich ein Straußenhahn auf ihn drauf gesetzt hat. Strauße sind doch sehr aggressiv und wenn sie auf einen zu rennen, soll man sich flach auf den Boden legen. Eigentlich möchte man zwar lieber weg rennen, aber das sollte man nicht machen, weil die Gefahr zu groß ist von einem Strauß getreten zu werden und das ist weitaus gefährlicher als wenn sich ein Strauß (so ca. 100 – 150 Kilo) auf einen drauf setzt. Ich konnte meinen Kollegen dann befreien und die Besucher haben tatsächlich geklatscht, weil sie dachten das wäre eine kleine "Show-Einlage“ gewesen.


Haben Sie selber ein Haustier?
Nein, wir hatten mal zwei Katzen, aber als sie dann gestorben sind, wollten wir keine neuen Katzen mehr. Meine Tochter möchte zwar mehrere Haustiere, aber sie kann mich hier ja immer besuchen (lacht).


Wenn ich nicht Tierpfleger geworden wäre, dann wäre ich….
Ich wollte immer Tierarzt werden, aber da haben meine schulischen Leistungen nicht ausgereicht, ich war leider zu faul damals. Ich wollte aber immer etwas mit Tieren machen und ich bin sehr zufrieden mit meiner jetzigen Position.

(Dieses Interview führte Silke Weiß, Redaktion: Programmbegleitende Dienste, rbb Fernsehen)