Autor Veith Jänchen (Quelle: Veith Jänchen)

- Der Autor Veith Jänchen

Seit 2012 erzählt der Autor Veith Jänchen Filmgeschichten aus Zoo und Tierpark.

Die Tier-Dokus laufen schon seit Jahren sehr erfolgreich im deutschen Fernsehen. Warum können Ihrer Meinung nach die Zuschauer nicht genug bekommen von den Tieren im Berliner Tierpark und Zoo?
Beide Einrichtungen sind unglaublich artenreich und vielseitig, etwas Vergleichbares hab ich noch nirgendwo auf der Welt gesehen. Zoo und Tierpark sind dabei so unterschiedlich wie es nur geht: Im Zoo wird alles zentral und wohl geordnet für die Besucher präsentiert, im Tierpark kann man auf eine echte Safaritour gehen, die Gehege sind sehr großzügig und frei gestaltet. Eine riesige Anzahl von wunderschönen, interessanten, beeindruckenden Tieren ist also in ganz unterschiedlichen Revieren zu sehen. Dazu kommt noch das einzigartige Aquarium. Was aber die Serie über die Jahre so erfolgreich macht sind neben den Tieren natürlich die Pfleger, die sich liebevoll um ihre Schützlinge kümmern. Und das mit Herz und Schnauze, wie es eben nur in Berlin geht.


Welches ist Ihr Lieblingstier im Zoo oder Tierpark und warum?
Regelmäßig war ich mit meinen Kindern in den letzten Jahren im Zoo. Von Babelsberg, wo ich wohne, ist das in einer halben Stunde gut erreichbar. 2005 ging es mit meinen Kleinen erstmals in den Tierpark und da entstand dieses Foto. Plötzlich saß Thorsten auf meiner Schulter, ein roter Vari. Panda, Gorilla & Co. gab es damals noch nicht und ich hätte auch nicht gedacht, dass ich einige Jahre später mit einem Kamerateam hierher zurückkehren würde. Seit 2012 erzähle ich nun Filmgeschichten aus Zoo und Tierpark, auch aus dem Variwald.


Die Haupthelden bei „Panda, Gorilla & Co.“ sind die Tiere, Wesen also, die sich an kein Drehbuch der Welt halten. Was kann man sich da überhaupt vorher ausdenken, also planen?
Wir arbeiten sehr eng mit den Pflegern zusammen. Von ihnen erhalten wir unsere Informationen und dann wird gemeinsam entschieden, ob diese Geschichten auch für unser Publikum interessant sein könnten und filmisch umsetzbar sind. Als Autoren bemühen wir uns mit einer natürlichen Naivität und mit Neugier in Tierpark oder Zoo zu kommen, fragen die Pfleger die Fragen, die auch ein Zuschauer stellen würde. Die Pfleger sagen uns dann, ob wir diese Fragen im Bild beantworten können, was mit diesem oder jenem Tier überhaupt möglich ist. Letztendlich geht es uns auch darum keine Geschichten zu erfinden, der Alltag in Tierpark und Zoo ist spannend genug.


Wonach richtet sich, welche Tiere in den Sendungen beobachtet werden? Sind das alles die Lieblingstiere der Autoren?
Welche Tiere beobachtet werden, ist vor allem von den mit ihnen verbundenen Geschichten abhängig. Dort wo es Geschichten zu erzählen gibt, dort ist Panda, Gorilla & Co. Die einzelnen Reviere sind dabei unter den Autoren aufgeteilt. Hier geht es weniger um persönliche Vorlieben, sondern eher um einen neugierigen Blick auf die Tiere und ihre Pfleger. Hin und wieder werden deshalb auch die Reviere gewechselt, um den neugierigen Blick auf das Ganze zu erhalten. Jeder Mensch tickt anders und möchte deshalb andere Sachen wissen. Jeder Autor arbeitet anders und hat auch eine andere Art zu erzählen.


Was passiert, wenn sich im Verlauf der Dreharbeiten herausstellt, dass eins der ausgesuchten Tiere total langweilig ist? Gibt’s dann Umbesetzungen?
Tiere sind nie langweilig, manchmal haben sie aber keine Lust sich filmen zu lassen, dann braucht man Geduld und muss vielleicht ein anderes Mal wiederkommen.


(Ein paar tierisch ernste Fragen stellte Tina Henneberg vom rbb Familienprogramm)