Henry Kochmann, Foto: Adrian Kochmann

- Der Cutter Henry Kochmann

Um die Spannung richtig am Kochen zu halten, muss man schneiden, wenn es am süßesten, ekligsten, traurigsten oder am lustigsten ist...

Die Tier-Dokus laufen schon seit Jahren sehr erfolgreich im deutschen Fernsehen. Warum können Ihrer Meinung nach die Zuschauer nicht genug bekommen von den Tieren im Berliner Tierpark und Zoo?
Weil man hier den Tieren so nahe kommt, wie sonst nirgends, weil man hier Tiere sieht, denen man sonst nicht "im Dunkeln begegnen" möchte und besonders deswegen, weil unsere Tierpfleger, nicht nur im Umgang mit ihren Tieren, so Klasse-Typen sind, richtige Berliner Pflanzen nämlich, von denen eigentlich jeder seine eigene Talkshow moderieren könnte.


Henry Kochmann, welches ist Ihr Lieblingstier im Zoo oder Tierpark und warum?
Mein Lieblingstier ist/war das Okapi "Henry". Na, warum wohl? Leider musste er schon 2007 nach Stuttgart umziehen, schade. Okapis sind aber generell keine Tiere, sondern, wie Reviertierpfleger Thomas Messinger sagen würde: "Wesen".


Oft endet eine Szene gerade dann, wenn etwas Spannendes passiert. Wie finden Sie die richtigen Zeitpunkte für die Schnitte, um den Zuschauer immer in Spannung zu halten?
Um die Spannung richtig am Kochen zu halten, muss man schneiden, wenn es am süßesten, ekligsten, traurigsten oder am lustigsten ist. So’ n Tier ist ja schließlich auch nur ein Mensch! Es gilt also, den Zuschauer dazu zu bewegen, dass er wissen möchte, wie es weiter geht.


Welches sind die lustigsten, traurigsten, peinlichsten oder sonstige bemerkenswerten Szenen, die nie in eine Sendung gekommen sind?
Ja, ja - es gab schon einige wilde Paarungsszenen, die wir unseren kleinen Zuschauern (schließlich senden wir ja nachmittags) lieber nicht zumuten wollten. Oder deren Eltern!?!

(Ein paar tierisch ernste Fragen stellte Tina Henneberg vom rbb Familienprogramm)