Stefan Kaminski; Foto: Jürgen Gressel

- Der Sprecher Stefan Kaminski

Stefan Kaminski gibt den Bildern von "Panda, Gorilla & Co." seine Stimme. Wir haben den neuen Sprecher von Panda, Gorilla & Co. zu seiner Arbeit befragt.

Die Tierdokus laufen schon seit Jahren sehr erfolgreich im deutschen Fernsehen. Warum können Ihrer Meinung nach die Zuschauer nicht genug bekommen von den Tieren im Berliner Tierpark und Zoo? 

Fernsehzuschauer sind heutzutage sehr interessiert an Schicksalen und Geschichten, von Menschen ebenso wie von Tieren. Sie wollen fasziniert, emotional angesprochen und erheitert werden. Die Tierpark-Zoo-Welt bietet das alles auf kurzweilige, bildstarke und sehr nahe Art und Weise. Außerdem hat es immer was sehr Entspannendes, dem zuzusehen. Der Aspekt des hinter-die-Kulissen-Schauens kommt dazu. Jeder war im Zoo, aber niemand sieht sonst die Alltäglichkeiten dahinter.

Sie haben eine besondere und langjährige "Freundschaft" zum Tierpark Berlin. Erzählen Sie uns davon.

Ich bin Am Tierpark aufgewachsen, zur Schule gegangen, habe dort Arbeitsgemeinschaften besucht und Ferienjobs gemacht. Der Tierpark spielte immer eine große Rolle für mich. Da ich in der AG "Junge Biologen" war, durfte ich ständig kostenlos rein und kannte viele Tiere wie alte Bekannte. Ich wollte daher immer schon Zoologe werden. Nun bin ich Schauspieler und Sprecher - das ist auch nicht weit weg von Verhaltensforschung...

Welches ist Ihr Lieblingstier im Zoo oder Tierpark und warum? 

Ich habe alle Tiere gern und konnte selten eine Fliege erschlagen. Lieblinge sind auf jeden Fall Erdmännchen, Spatzen, Rennkuckucke, Haie und Pumas. Seit "Panda, Gorilla" kamen auch die Salzkatze und der Plumplori dazu.

Sie sind die neue Stimme bei "Panda, Gorilla & Co." - wie haben Sie sich auf die Arbeit vorbereitet? 

Ich lese die Texte, mache mir meine Zeichen und lasse mich dann im Studio von den Stimmungen der Bilder beeinflussen. Das ist eine intuitive Arbeit,  die auch für einen Schauspieler viele Möglichkeiten eröffnet.

Welche Gestaltungsmöglichkeiten hat der Sprecher? Dürfen die Texte noch "mundgerecht“ gemacht werden? 

Im Dokfilm bleibt man meist zurückhaltend und setzt sich nicht über das Bild. Dabei dennoch mit Witz, Gefühl und Dynamiken zu spielen ist die Herausforderung. In unserem Fall ist dafür auch Platz, denn "Panda" erzählt lebendige Geschichten und begibt sich perspektivisch auch auf Blickhöhe mit Tieren und Pflegern. So können neben purer Information eben auch Emotionales oder subtiler Humor vermittelt werden. Mir ist wichtig, natürlich rüberzukommen und dabei sowohl nicht zu sachlich als auch nicht putzig oder possierlich zu sprechen. Die Würde der Tiere und Pfleger ist unantastbar. Daher nehme ich durchaus in Absprache mit der Regie kleine Änderungen vor, wenn es meiner Art zu sprechen besser entspricht. Eine schöne Arbeit.