Andreas Guni, Foto: Privat

- Der Texter Andreas Guni

Der Umgang mit Wörtern ist sein Beruf und bei den Panda, Gorilla & Co. Folgen ist weniger Text oft besser als zuviel Text.

Die Tier-Dokus laufen schon seit Jahren sehr erfolgreich im deutschen Fernsehen. Warum können Ihrer Meinung nach die Zuschauer nicht genug bekommen von den Tieren im Berliner Tierpark und Zoo?
Vom eigenen Haustier bekommt man ja auch nie genug… und wo sonst kann man so viele Geschichten rund um süße, exotische und spannende Tiere erleben?


Welches ist Ihr Lieblingstier im Zoo oder Tierpark und warum?
Ich mag die Menschenaffen! Faszinierend, wie ähnlich die uns sind, und wie sie alle Aufgaben, die sich die Pfleger für sie ausdenken, lösen.


Wie arbeiten die Texter? Gibt es einen bestimmten Panda-Stil? Hat jeder Texter "seine“ Tiere oder wird Folge für Folge durchgetextet?
Die Texter bekommen immer eine ganze Folge zum Texten, die Verteilung ist zufällig. Ich versuche immer, die Folge erst mal grob durchzutexten. Wo reicht die Erklärung eines Pflegers nicht aus? Wo kann ich die Dramatik einer Situation durch den Text hervorheben? Wo passt eine Info zum Tier dazu? Wenn ich die Folge mit einem Tag Abstand noch mal durchgehe, kann ich am Feinschliff arbeiten. Das besondere am Pandastil ist meiner Meinung nach die Ruhe. In aller Regel gehen die Pfleger ruhig und bedächtig an die Tiere heran, reden besänftigend auf sie ein (von nicht wenigen Ausnahmen voller Hektik einmal abgesehen). Diese Ruhe spiegelt sich in den Texten und der Stimme des Sprechers wieder. Er spricht ruhig und langsam. Dazu passen klare und nicht zu lange Sätze, im Zweifelsfall lieber zu wenig als zu viel Text.


(Ein paar tierisch ernste Fragen stellte Tina Henneberg vom rbb Familienprogramm)