Bild: Otto Sauhaus

- Die Autorin Sonja Fahrenhorst

Die Zuschauer können sich in die Welt des Zoos fallen lassen ohne sich selbst damit identifizieren zu müssen.

Die Tier-Dokus laufen schon seit Jahren sehr erfolgreich im deutschen Fernsehen. Warum können Ihrer Meinung nach die Zuschauer nicht genug bekommen von den Tieren im Berliner Tierpark und Zoo?
Weil die Sendung immer wieder schöne, traurige und lustige Geschichten zeigt. Und dabei zeitlos und unpolitisch ist. Die Zuschauer können sich in die Welt des Zoos fallen lassen ohne sich selbst damit identifizieren zu müssen.

Welches ist Ihr Lieblingstier im Zoo oder Tierpark und warum?
Der Graumull. Er hat sehr eindrucksvolle Vorderzähne. Außerdem ist er sehr ordentlich und räumt seine Wohnung jeden Tag auf, obwohl er ja eigentlich gar nichts sehen kann. Toll!


Die Haupthelden bei "Panda, Gorilla & Co." sind die Tiere, Wesen also, die sich an kein Drehbuch der Welt halten. Was kann man sich da überhaupt vorher ausdenken, also planen?
Das geht nur in Verständigung mit den Revier- und Tierpflegern. Sie erzählen uns was für Aktionen wir mit den Tieren filmen könnten. Und dann müssen wir Glück haben, dass die Tiere mitspielen. Das braucht oft Geduld und manchmal auch mehrere Anläufe.

Oft ergeben sich spontan andere Geschichten als geplant. Das ist aber nicht schlimm, denn oft sind das dann die Besten. Wonach richtet sich, welche Tiere in den Sendungen beobachtet werden? Sind das alles die Lieblingstiere der Autoren?
Unsere Regisseurin Jana von Rautenberg entwirft die Dramaturgie der einzelnen Sendungen. Es muss ein guter Mix aus Geschichten in den verschiedenen Revieren sein. Dann erarbeiten wir die einzelnen Episoden in Zusammenarbeit mit den Pflegern und vor allem mit Hilfe ihres großen Engagements, das wirklich sehr bewundernswert ist.

Was passiert, wenn sich im Verlauf der Dreharbeiten herausstellt, dass eins der ausgesuchten Tiere total langweilig ist? Gibt’s dann Umbesetzungen?
Man kann an jedem Tier etwas Spannendes oder Liebreizendes entdecken, dass es lohnt zu filmen. Es passiert bei den Dreharbeiten auch häufig, dass man ein Tier entdeckt, für das man sich als Besucher vielleicht nicht interessiert hätte. Man kommt den Tieren über die Pfleger viel, viel näher.

(Ein paar tierisch ernste Fragen stellte Tina Henneberg vom rbb Familienprogramm)