Roser Pelikan (Quelle: rbb)

- Der Pelikan

Der Pelikan gehört zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt

Kennzeichen
Der Pelikan gehört zur Vogel-Ordnung der "Ruderfüßer", deren auffälligstes Merkmal die Schwimmhäute zwischen den Zehen sind. Der zum Fischfang dienende lange Schnabel mit dehnbarem Hautsack am Unterschnabel, ist einzigartig in der gesamten Vogelwelt.

Sieben Arten umfasst die Familie der Pelikane. Der größte unter ihnen ist der Krauskopfpelikan. Er kann bis zu 1,8 m lang werden. Seine Flügelspanne misst über drei Meter und er kann ein Körpergewicht bis zu 13 kg erreichen.

Der schwerfällig wirkende Vogel ist widererwarten ein geschickter und ausdauernder Segelflieger. Lufträume in seinen Knochen und große Luftsäcke unter der Haut sorgen für genügend Auftrieb. Der Pelikan nutzt geschickt die Thermik, die ihn ohne Flügelschlag bis zu 3000 Meter in die Höhe trägt.

Beim Fischen werden die leichten Knochen allerdings zur Last. Der Pelikan treibt wie Korken auf dem Wasser und muss hart arbeiten, um sich unter die Wasseroberfläche zu befördern.

Lebensraum
Der Wasservogel lebt sowohl am Süßwasser als auch am Meeresgewässer. Er bewohnt fast alle Erdteile und ist in der tropischen, subtropischen wie auch gemäßigten Zone anzutreffen. Für Europa sind die Kolonien des Rosa- und Krauskopfpelikans im Donaudelta typisch.

Nahrung
Der Pelikan ernährt sich mit wenigen Ausnahmen ausschließlich von Fisch. Da die Wasservögel schlechte Taucher sind, fischen sie in Gruppen. Sie bilden eine u-förmige Kette, um die Fische in niedriges Wasser zu treiben. Dort greifen sie den Fisch am Oberwasser ab. Der Schnabel funktioniert wie ein Kescher, durch seinen Hautsack wird das Wasser nach dem erfolgreichen Fang abgelassen. Am Tag frisst der Pelikan bis zu 10 Prozent seines Körpergewichtes.

Fortpflanzung
Pelikane nisten in großen Kolonien. Oft mischen sich verschiedene Pelikanarten untereinander und bilden sogar mit anderen Vogelfamilien eine Kolonie. Es gibt Boden- und Baumbrüter.

Ihre Brutzeit fällt in den Frühling. Eine Ausnahme bilden Pelikane, die in tropischen Zonen leben, sie sind an keine Jahreszeit gebunden. Die Weibchen legen ein bis zwei Eier, die die Pelikanpärchen abwechselnd ausbrüten. Nach 30 bis 36 Tagen schlüpfen die Küken.

Bedrohung und Nutzung
Pelikane werden nicht zu den bedrohten Tierarten gezählt. Dennoch ist ihre Population stark zurückgegangen. Eine Ursache sind Fischer, die Pelikane als Konkurrenten ansehen und für ihre leeren Netze verantwortlich machen.

In Südamerika ist die Population von Braunpelikanen drastisch zurückgegangen, weil sie unter anderem mit Guanotölpel und Guanokormoran zu den Guanovögeln gehören. Ihre Exkremente, auch als Guano bezeichnet, wurden besonders im 19. Jahrhundert gesammelt und als Düngemittel verwendet. Die Sammler töteten und aßen auf ihrem Weg Jungtiere und verzehrten die Eier.