Schauspieler August Diehl (Bild: rbb)
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- August Diehl

Schon jetzt sind fast alle Vorstellungen ausverkauft. August Diehl spielt am Berliner Ensemble in der französischen Komödie "Drei Mal Leben". Regie führt die gefeierte Andrea Breth.

Das Jahr fängt gut an für August Diehl. Ein Hollywoodfilm kommt ins Kino, und er steht erstmals auf der Bühne von Berthold Brecht.

August Diehl, Schauspieler
"Ich habe in Berlin selber überhaupt noch nicht Theater gemacht insofern ist das eine Premiere, Das ist ein ganz neues Gefühl für mich, von zu Hause aus zum Theater zu fahren. Und das BE kenn ich bisher nur als Zuschauer."

Nach Hause geholt hat den gebürtigen Berliner  Regisseurin Andrea Breth. Mit ihr hat August Diehl viele Erfolge am Wiener Burgtheater gefeiert.

August Diehl, Schauspieler
"Über die Jahre hat sich eine richtige Freundschaft entwickelt. Und manchmal ist ja eine Freundschaft auch nicht unbedingt nützlich für eine Zusammenarbeit, aber in dem Fall sehr. Ich trau mich bei ihr langweilig zu sein und schlecht und Sachen auszuprobieren und sie lässt mich—das meine ich mit Vertrauen. Ich muss immer so grinsen, weil ich denke: was sieht sie denn da was meint sie denn und dann während der Proben merke ich aha- da sieht sie mehr als ich selber."

"Drei mal Leben", ein Päarchenabend, der aus den Fugen gerät. August Diehl spielt den Astrophysiker Hubert.

August Diehl, Schauspieler
"So was hab ich überhaupt noch nie gespielt, auf der Bühne zumindest- einen wahnsinnigen Platzhirsch eigentlich, ein Mann der von sich selbst komplett überzeugt ist, der eine Machtposition eingenommen hat, der ein ganz klares Bild von Frauen hat. Man könnte wirklich oberflächlich sagen ja, ein Arschloch."

Hat eine Laufmasche Einfluss auf den Lauf der Dinge? Das Stück zeigt drei Variationen desselben Abends. Wie Planeten umkreisen dich die Figuren.

August Diehl, Schauspieler
"Es sind Wissenschaftler, es geht um den Kosmos, Die raffinierte Brücke, die Yamina Reza gelingt ist dass wir Menschen natürlich im Angesicht des Kosmos unheimlich klein werden und trotzdem uns aufblasen als wären wir das Zentrum von allem."

Ganz anders die Figur, die August Diehl in dem Kinofilm „Ein verborgenes Leben“ verkörpert. Franz Jägerstätter, ein einfacher Bauer, der seinem Glauben folgt und sich weigert, einen Treueeid auf Hitler abzulegen.

August Diehl, Schauspieler
"Heimatfilm was wunderbares, es ist ein Genre was ich sehr mag, was sehr stark Rechts belastet war, grade Blut und Boden, aber grade in unserem Film ist es so das Blut und Boden vielleicht der Grund ist zu sagen Ich nicht. Ich mach da nicht mit.

Das ist so ein bisschen was Kinder haben. Er ist kein aktiver Widerstandskämpfer. Er ist  eigentlich viel einfacher und dadurch hat das so eine Kraft und irritiert die Leute, weil er einfach nur sagt: Nein, das mache ich nicht, weil ich finde das das falsch ist."

Der Film erzählt die wahre Geschichte eines stillen Helden.

August Diehl, Schauspieler
"Während dieser Rolle hab ich manchmal gedacht, man muss kein Gandhi sein, um die Welt zu verändern. Es reicht einfach manchmal 'Nein' zu sagen und schon ist man Sand in einer wohl geölten Maschinerie, weil alles knirscht."

Autorin: Charlotte Pollex

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