Tänzer des Varieté Revue 20 20 (Quelle: rbb)
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- "20 20" - Varieté im Wintergarten

Die Varieté Revue "20 20" im Berliner Wintergarten erzählt vom sündigen und wilden Berlin. Das Regieduo Markus Pabst und Pierre Caesar bringen die Atmosphäre der 20er Jahre auf die Bühne von heute.

Nur eine Woche hat Regisseur Markus Pabst, um die Nummern der Artisten technisch und inhaltlich auf der Bühne des Wintergartens zusammen zu bringen.

Markus Pabst, Regisseur
"Für mich ist wichtig, einmal das Lebensgefühl der 20er von damals und von heute zu zeigen mit all seinen Unterschieden, Offenheiten, dass man Sexualität frei ausüben kann, dass Männer Highheels tragen können. Aber mir ist genauso wichtig, dass man aufmerksam darauf macht, wohin das geführt hat in den 1920er Jahren und ich hoffe, dass wir es diesmal besser machen."

Kontorsion, Burlesque-Tanz und Comedy werden die Artisten auf die Bühne bringen. Sie kommen aus der ganzen Welt.

Markus Pabst, Regisseur
"Viele der Akteure arbeiten seit Jahren mit uns zusammen. Wir entwickeln für so eine Show neue Dinge. Dementsprechend ist es ein bisschen mehr als nur das Zusammenstellen."

Die Luftringakrobatin Thula Moon kommt aus Hawaii. Bei der neuen Show steht Markus Pabst auch mit eigenen Texten auf der Bühne. Inszeniert wird er von Co-Regisseur Pierre Caesar. 

Markus Pabst, Regisseur
"So we start?"
Pierre Caesar, Regisseur
"Nein, entscheidend ist, dass der Chris fertig ist. Siehst du nicht, dass der außer Atem ist."
Markus Pabst, Regisseur
"Ja, aber wir können die anderen ja schonmal setzen."
Pierre Caesar
"Setz ihn nicht unter Druck schon wieder."

Der ganze Wintergarten wurde für die Show umgestaltet. Ein Höhepunkt: die Toiletten! Alles nutzt Markus Pabst für seine Inszenierung, wie eine Geheimtür in der Damentoilette.

Markus Pabst, Regisseur
"Die preiswerteste Klasse, die Holzklasse, führen wir durch die Damentoilette über die Bühne in das Theater hinein. Dann nehmen wir die Zuschauer mit, die kommen einfach ein paar Minuten zu spät, während die anderen schon da sind."

Markus Pabst sammelt für seine Shows Talente. Den Sänger Ye Fei hat er während einer Reise in China gehört.

Markus Pabst, Regisseur
"Ich war in China und hab dort inszeniert. Wenn man zwei Monate dort ist, will man wieder mal was essen, was man kennt. Da gab es ein Restaurant mit dem Kollegen, der die Opern singt. Dem gehörte das Restaurant. Ab und zu aus Lust hat er dort gesungen und dann hat er diese Oper gesungen. Ich dachte: Wow, das gibt es gar nicht."

Nächsten Dienstag ist die erste Vorstellung, dann bleibt die erste Reihe vielleicht trocken.

Autorin: Vera Drude

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Can Dündar, Dokumentarfilmer und Ex-Chefredakteur der türkischen Tageszeitung Cumhuriyet, lebt im Exil in Berlin. Radioeins und das Kino Babylon zeigen seine Filme, die einen alternativen Blick auf sein Heimatland werfen.