Andreas Wittmann ist Oboist bei den Berliner Philharmonikern. (Quelle: rbb/Kultur)
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- Oboist Andreas Wittmann über die Philharmoniker

Für Musiker Andreas Wittmann geht mit der Aufnahme bei den Berliner Philharmonikern ein Traum in Erfüllung. Der Oboist erzählt von seinem Instrument und seinem Lieblingsorchester in Zeiten der Pandemie.

Andreas Wittmann, Oboist bei den Berliner Philharmonikern

"Das ist in der Tat märchenhaft. Wir machten in Salzburg einen kleinen Spaziergang und kamen am Festspielhaus vorbei und da hörte ich plötzlich ein Instrument, das unheimlich schön klang und mich sofort berührt hat.

Und dann habe ich meinen Vater gefragt, was ist das für ein Instrument? Das ist eine Oboe. Dann habe ich gesagt okay, das möchte ich lernen."

Andreas Wittmann, Oboist bei den Berliner Philharmonikern

"Es ist in der Tat so, dass es in der 140-jährigen Geschichte des Orchesters die längste Spielpause ist. Es gab weder im ersten Weltkrieg noch im zweiten Weltkrieg eine so lange Pause. Ich vermisse einfach das Publikum, ich vermisse die Konzerte in der ausverkauften Philharmonie denn dieses Gemeinschaftserlebnis ist so entscheidend und das nagt schon an einem."

"Es war ganz genau der 25. Juni 1986. Diesmal habe ich gedacht, die Stelle bekommst Du wahrscheinlich sowieso nicht. Man sieht hier, wie sich die Oboengruppe mit dem damaligen Orchestervorstand berät. Und im Anschluss an diese Beratung wurde eben verkündet, dass ich die Stelle bekommen habe. Das war ja mein Lebenstraum, ich wollte immer hier in dieses Orchester."

"Wir spielen in dem Radiokonzert heute die Gran Partita von Mozart. Es sind 13 Musiker, das ist sehr viel. Es ist in jeder Beziehung ein großes Werk. Allein dieser unglaubliche langsame Satz, mit dieser endlosen Melodie, die durch alle Instrumente durchläuft ist etwas bis dato ganz Neues. Sowas hat bis dato kein Komponist geschrieben."

"Ich denke jetzt vor allem natürlich auch an die vielen freiberuflichen Künstler, die eine unglaublich schwierige Zeit haben. Mir hat es klar gemacht, das nichts selbstverständlich ist im Leben. Und was für ein Geschenk das für mich ist, hier spielen zu dürfen."

"In der Corona-Zeit, in der ja jeder von uns sehr reduziert leben musste, war das so eins der Dinge, die einen so ein bisschen hochgehalten haben. Gutes Essen, n guten Schluck Wein zu zweit."

"Er hat n bisschen Kork…"

"Merlot? Portugal… Douro!"

"Bin gespannt. Ach ne, das gibt’s ja nicht. Davon hab ich noch nie gehört. Ist ja toll! Oboe Superior."

Autor: Steffen Prell

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