Die Musikerin Silvia Ocougne (Quelle: rbb)
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- Imaginäre Musik

Der September ist der Monat der zeitgenössischen Musik in Berlin. Für viele Ohren bedeutet dies vor allem schräge und ungewohnte Klänge. Die Musikerin Silvia Ocougne aus Sao Paulo kann sich für diese jedoch ganz besonders begeistern.

Frühstück bei der Musikerin Silvia Ocougne. Für sie pure Musik. Die Komponistin entdeckt in jedem Moment ihres Alltags Klänge.

Silvia Ocougne, Musikerin
"Das sind zuerst diese Metallklänge und dann dieses Reiben und dieses Poppen als Gegensatz. Wenn Sie ein Orchester, also das ist ein Vergleich, den man eigentlich nicht gerne macht, aber damit die Leute verstehen, dann ist das ein Streicher, der so macht und eine Percussion, die so verrückt spielt, das war für mich wie ein kleines Orchester. So höre ich."

Zuhause bei der Musikerin Ocougne. Sie sammelt ausrangierte Instrumente. Diese Spielzeugzittern stammen noch aus der DDR. Sie hat sie vor mehr als 20 Jahren bei dem einjährigen Sohn einer Freundin entdeckt und gleich mitgenommen.

Silvia Ocougne, Musikerin
"Ich probiere ein bisschen aus. Das klingt gut. Ich suche nach einem Klang, der klar ist, der eine Besonderheit hat."


Silvia Ocougne stammt aus Sao Paulo. Eigentlich wollte sie nur ein Jahr in Berlin bleiben. Es sind 30 geworden. Sie hat Komposition studiert.

Silvia Ocougne, Musikerin

"Als ich nach Deutschland kam, da gingen meine Gitarren kaputt. Hier war es zu trocken im Winter und die gingen alle kaputt. Ich habe gedacht, ich habe alle Gitarren verloren und da hatte ich einen Auftrag, eine Musik für Tanz zu machen und dann hatte ich die Idee, die Gitarren zu verändern. Dann habe ich angefangen, sie als Percussionsinstrumente zu verändern und die Saiten zu verändern und so ging es los."

Silvia Ocougne ist immer auf der Suche nach dem ultimativen Musikerlebnis und macht dabei jede Menge Entdeckungen.


Autorin: Susanne Bruha

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